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  • 21.08.2012, 15:16 Uhr
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  • Deutschland
Interview

anlegerschutz24-Vorstand Thomas Arndt über Anlagerisiken

Thomas Arndt ist vertretungsberechtigter Vorstand von anlegerschutz24. Die Anlegerschutzvereinigung bietet ihren Kunden Beratung und in Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten Lösungen und Möglichkeiten zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen im Zusammenhang mit betrügerischen und anlegerschädigenden Kapitalanlagen. Im Interview mit Business-on.de macht Arndt deutlich, wie wichtig professionelle Hilfe sein kann.

Business-on.de: Jeden Tag hört man Horrormeldungen in der Tagespresse über Immobilienkrisen, Finanzkrisen, Kapitalanlagebetrug und Wirtschaftskriminalität. Viele Leute haben gerade deswegen den Eindruck, bei ihrer Kapitalanlage über den Tisch gezogen worden zu sein. Stimmt das denn?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): In der Tat. Wir haben täglich eine Vielzahl von Anfragen. Tausende von Anlegern haben gutgläubig Vermittlern, die oft aus dem eigenen Bekannten- oder Freundeskreis stammten, vertraut und unbewusst riskante, unrentable Kapitalbeteiligungen erworben. Der Staat unternimmt hier nichts. Das war einer der Gründe, warum wir anlegerschutz24 ins Leben gerufen haben.

Business-on.de: Wo sehen Sie momentan die größten Probleme?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): Große Probleme sehen wir bei Beteiligungen, die vielfach als Altersvorsoge oder Steuersparmodell verkauft wurden. Oft besteht bei einer solchen Anlage die Möglichkeit, dass die Verbraucher ihr gesamtes Kapital verlieren.

Business-on.de: Aber die Vermittler versprechen doch lukrative Gewinne?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): Versprochen wird viel. Wer das Kleingedruckte durchliest, stellt oft fest, dass es sich bei den angeblich sicheren Gewinnen um eine unverbindliche, oftmals völlig unrealistische Prognose handelt.

Business-on.de: Das bedeutet, dass die versprochenen Gewinne keinesfalls sicher sind?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): Richtig. Finanzfachleute sind sich einig: Die versprochenen Gewinne sind bei den meisten Produkten völlig unwahrscheinlich, zumal beim Erwerb der Anlage meist nicht einmal feststeht, wie das Anlegergeld überhaupt investiert werden soll.

Business-on.de: Kann das sein? Anleger sparen regelmäßig und wissen nicht einmal, was mit ihrem Geld geschieht?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): So muss man das leider sehen. Jedes Jahr verlieren Anleger rund 30 Milliarden durch dubiose Kapitalanlagen.

Business-on.de: Gibt es noch weitere Risiken?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): Leider ja. Oft ist es im Rahmen von Nachschusspflichten sogar so, dass die Anleger - obwohl Gewinne ausbleiben - weiter Zahlungen an die Gesellschaften leisten müssen.

Business-on.de: Und wie kann mir der anlegerschutz24 da helfen?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): Auch wenn Sie derzeit eher enttäuscht, verunsichert oder schlicht wütend sind, bleiben Sie nicht untätig. Gemeinsam finden wir einen Weg, den Anlegern zu ihrem Recht zu verhelfen. Wegen der großen Anzahl geschädigter Anleger hat sich in den letzten Jahren in der deutschen Rechtsprechung sehr viel getan, und zwar zugunsten der Anleger. Wir führen die Interessen der geschädigten Anleger zusammen, um gemeinsam in einer starken Gemeinschaft gegen das Unrecht vorzugehen.

Business-on.de: Zum Schluss noch eine Frage: Anlagegesellschaften warnen oft vor Anlageschützern. Wie kommt das?

Thomas Arndt (anlegerschutz24): Getroffene Hunde bellen. Die Großpleiten der letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass wir mit unserer Einschätzung richtig liegen. Auch damals hat man versucht, uns mit unterschiedlichen Mitteln mundtot zu machen. Dies ist nicht gelungen. Wir lassen uns durch derartige Praktiken nicht beeindrucken und werden auch in Zukunft den Anlegern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

(Redaktion)


 

 

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