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Interview

Die Mietkautionsbürgschaft für private und gewerbliche Mietverhältnisse

„Sicherheit“ nennen es die einen, „ärgerliches Übel“ die anderen. Die Mietkaution trennt Vermieter und Mieter in zwei Lager. Das muss nicht sein, meint Orlando Mittmann und zeigt Alternativen zur Mietkautionszahlung auf. Business-on.de sprach mit dem Immobilienfachmann und Suchmaschinen-Marketing-Manager über Sinn und Zweck einer Mietkautionsbürgschaft.

Die Mietkaution ist als Sicherheitsleistung für den Vermieter notwendig, keine Frage. Aber zahlen muss man sie als Mieter – in Deutschland sind das beispielsweise durchschnittlich 1.500 Euro bei der Anmietung einer Wohnung. Das Geld hat nicht jeder Wohnungssuchende eben mal so im Geldbeutel übrig. Erst recht nicht während der kostenintensiven Umzugszeit. Der Umzug und eventuelle Renovierungs- und Malerarbeiten verschlingen bereits eine Menge Bares. In Ballungszentren und Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München kommt man zudem ohne Makler bei der Wohnungssuche nicht zurecht. Summiert belaufen sich sämtliche, für einen Umzug relevanten, Kosten auf durchschnittlich 6.500 Euro.

Bei der Gewerbemietkaution ist die Lage noch drastischer, da es bei Mietverträgen für Gewerberäume keine einschränkenden Bestimmungen gibt. In der Praxis verlangen Vermieter in aller Regel entweder eine sechsfache Nettokalt- oder Bruttowarmmiete, da diese Höhe nicht zu beanstanden ist (OLG Düsseldorf GE 2009, 1043). (Quelle: https://kautionsfrei.de/mietkaution-gewerbe). Besonders Existenzgründer und Jungunternehmern fällt die Zahlung der Mietkaution schwer, da sie den Investitionsrahmen für die Geschäftsgründung deutlich schmälert.

Als bargeldlose Alternative hat sich seit knapp fünf Jahren die sogenannte Mietkautionsbürgschaft in Deutschland durchgesetzt, die bei kautionsfrei.de wie eine Versicherung funktioniert. Business-on.de sprach mit Orlando Mittmann, Suchmaschinen-Marketing-Manager und unter anderem für die Produktkommunikation bei kautionsfrei.de verantwortlich, über die bargeldlose Alternative zur Mietkautionszahlung und warum sie der klassischen „Geldzahlung“ vorzuziehen ist.

Business-on.de: Wie kam es zur Idee der Mietkautionsbürgschaft?

Orlando Mittmann: Wer hat’s erfunden? Die Schweizer natürlich. Seit den 1990er Jahren ist das Modell der Mietkautionsbürgschaft dort fest etabliert und hat die klassische Bargeldzahlung als Mietsicherheit abgelöst. In Deutschland wird seit jeher die Mietkaution in bar geleistet. Das hat den schlichten Hintergrund, dass der klassische Vermieter nun einmal eher konservativ veranlagt ist und gerne nach dem Motto verfährt: Nur Bares ist Wahres.

Dass dies jedoch vor dem Hintergrund steuerlicher Aspekte sowie der allgemeinen Geldzinspolitik der Europäischen Union teilweise völlig absurd ist, lässt sich nicht immer leicht kommunizieren . Aber einen Versuch war es wert und so starteten wir vor fünf Jahren mit der Mietkautionsbürgschaft in Deutschland.

Business-on.de: Wie unterscheidet sich das Produkt vom Angebot ähnlicher Anbieter?

Orlando Mittmann: Die Frage lässt sich einfach beantworten: Wir sind ein zu 100 Prozent inhabergeführtes Unternehmen. Venture Capitalists, also unternehmensfremde Anteilseigner, gibt es bei uns nicht. Anteile beziehungsweise Unternehmensbeteiligungen nehmen einem Produkt in aller Regel die Luft, da die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht – es wird nur auf Bilanzen und Umsätze geschaut.

Wir halten bei kautionsfrei.de seit dem ersten Tag der Gründung an den grundsätzlichen Standpunkten fest, die für unsere Kunden so wichtig sind. Ein paar Beispiele hierzu:

  • Der Jahresbeitrag zur Absicherung der Mietkaution beträgt 5,25 Prozent der Mietkautionssumme. Das ist ein idealer Prozentsatz, der sowohl ausreichend Reserven für die Schadensregulierung und somit ein wirtschaftliches Arbeiten ermöglicht, als auch die Arbeitsplätze unserer hochqualifizierten Mitarbeiter zu fairen Löhnen sichert.
  • Es gibt weder Extra- oder Zusatzgebühren, noch Bearbeitungs- oder Änderungsentgelte. All diese im Kleingedruckten und in den AGBs versteckten „Phantasiegebühren“ sind die Deutschen leid, weil sie ihnen den Eindruck vermitteln, extra zur Kasse gebeten zu werden.
  • Der Kundenservice bei kautionsfrei.de ist nach Meinung unserer Kunden hervorragend, was sie uns bereits mit über 17.000 positiven Bewertungen (Stand November 2014) bestätigt haben. Wir gehen als einziger Anbieter zu 100 Prozent transparent mit Kundenfeedbacks um und können eine überdurchschnittlich hohe Kundentreue für uns beanspruchen.
  • Die Akzeptanz bei Vermietern und Verwaltern ist höher, da wir mit einem deutschen Versicherer, der R+V Versicherung, zusammenarbeiten.

„Die Vorteile der Mietkautionsbürgschaft für Mieter und Vermieter liegen eindeutig auf der Hand.“

Business-on.de: Welche Vorteile hat die Mietkautionsbürgschaft gegenüber einer Barkaution?

Orlando Mittmann: Das liegt eindeutig auf der Hand. Nehmen Sie das Beispiel der privaten Mietkaution: Wer hat schon 1.500 Euro (Bundesdurchschnitt) übrig, um sie dem Verwalter beziehungsweise Vermieter in die Hand zu drücken? Unser Angebot kommt da genau zur richtigen Zeit und sorgt bei unseren Kunden schlichtweg für eine große, finanzielle Erleichterung in der Haushaltskasse. Ebenso profitiert aber auch der Vermieter oder Verwalter von der Mietkautionsbürgschaft. Aus meiner eigenen Erfahrung in verschiedenen Immobilienverwaltungsgesellschaften kann ich berichten, dass die Einsparpotenziale für die Verwaltungsausgaben bei mindestens zehn Prozent liegen. Es geht hier nicht nur um die Führung von Mietkautionskonten, sondern auch um die Abrechnung von Zinsertragsteuern und anderen Verwaltungsaufgaben, die mit der Nutzung unserer Dienstleistung schlicht wegfallen.

Business-on.de: Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe?

Orlando Mittmann: Die Mietkautionsbürgschaft von kautionsfrei.de richtet sich sowohl an private, als auch gewerbliche Mieter. Sie lohnt sich für jeden, der die finanzielle Ausgabe der Mietkautionszahlung vermeiden möchte. Unsere „Zielgruppe“ ist der Mieter, also rund 50 Millionen Menschen in Deutschland, die sich in knapp 22 Millionen Mietverhältnissen befinden.

Business-on.de: Wo genau liegt der Unterschied zwischen der gewerblichen und der privaten Mietkaution?

Orlando Mittmann: Der Unterschied zwischen der privaten und gewerblichen Mietkautionsbürgschaft liegt einerseits in der unterschiedlichen Nutzungsart (Privat / Gewerbe) und andererseits in der Tarifstruktur. Gewerbemietverhältnisse haben keine gesetzliche Deckelung der Mietkautionshöhe. Aufgrund des hohen Ausfallrisikos (wie bei einer Insolvenz oder Ähnlichem) bei jungen Unternehmen und Existenzgründern ist es besonders wichtig, den Gewerbeeigentümer vor einem Zahlungsausfall zu schützen. Daraus ergibt sich für die gewerbliche Mietkautionsbürgschaft auch eine andere Tarifstruktur als bei der privaten Mietkautionsbürgschaft.

Wir haben bereits viele junge Unternehmer dahingehend beraten, ob sich eine Gewerbe-Mietkautionsbürgschaft für sie lohnt. Die wichtigsten Informationen haben wir unter kautionsfrei.de/mietkaution-gewerbe zusammengetragen.

Business-on.de: Wo sehen Sie – speziell hinsichtlich der gewerblichen Mietkaution - die Vorteile?

Orlando Mittmann: Ganz einfach: Die Gewerbemietkaution stellt für Start-ups und Existenzgründer eine ideale Möglichkeit dar, einen großen Teil ihres Startkapitals in ihrem Vermögensbestand zu belassen. Dieses Geld kann dann idealerweise für andere Investitionen verwendet werden. Eine einfache Rechnung für ein junges Unternehmen mit einem gewerblichen Flächenbedarf von rund 250 Quadratmetern macht dies deutlich: Bei einer Kaltmiete von 9 Euro pro Quadratmeter macht das eine Nettokaltmiete von 2.250 Euro im Monat. Hinzu kommt die Gewerbemietkaution in Höhe von bis zu sechs Nettokaltmieten, die somit bis zu 13.500 Euro betragen kann.

Business-on.de: Objektiv betrachtet: Gibt es auch Nachteile bei der Mietkautionsbürgschaft für Gewerbetreibende?

Orlando Mittmann: In erster Linie richtet sich unser Produkt an Menschen, die entweder zur Zeit der Wohnungssuche sind und die knappe Umzugskasse im Auge behalten müssen oder an Unternehmer bzw. Existenzgründer, die den Start in die Selbstständigkeit mit einem möglichst hohen Investitionskapital beginnen möchten.

Für beide Varianten, privat oder gewerblich, ist es wichtig, die eigenen Umstände genau zu prüfen und sich auf dieser Grundlage für eine Kautionsform zu entscheiden. Wer sich unsicher ist oder Fragen hat, kann sich rund um die Uhr kostenfrei bei uns beraten lassen (Gebührenfreie Servicehotline: 0800-0122333)

Business-on.de: Dennoch muss die Mietkaution von irgendwoher bezahlt werden. Wie funktioniert also die Mietkautionsbürgschaft in der Praxis?

Orlando Mittmann: Die Frage beantwortet sich insofern von selbst, als dass man eigentlich nur einmal genau den Produktnamen betrachtet: Mietkautionsbürgschaft. Niemand zahlt für den anderen eine Geldsumme, sondern wir sichern mit unserem Produktpartner, der R+V Versicherung, die Höhe der Mietkautionssumme beim Vermieter ab. Für diese Absicherung bezahlt der Mieter einen Jahresbeitrag, der je nach Nutzung (Privat oder Gewerbe) unterschiedlich berechnet wird.

„Es wird kein Geld hinterlegt, sondern ein Versicherungsbeitrag bezahlt.“

Business-on.de: Ist die gewerbliche Mietkaution also eher mit einem Kredit oder mit einer Versicherung vergleichbar?

Orlando Mittmann: Die Mietkautionsbürgschaft von kautionsfrei.de ist kein Kredit, sondern eine Versicherung.

Business-on.de: Bitte geben Sie uns ein allgemeines Beispiel für eine Mietkautionsbürgschaft.

Orlando Mittmann: Gern. Nehmen wir ein Beispiel aus dem privaten Mieterbereich: Sie planen umzuziehen und müssen eine Mietkaution bezahlen, die dem Vermieter als Mietsicherheit dient. Wie bereits erwähnt, macht dies in Deutschland durchschnittlich rund 1.500 Euro aus. Die Summe muss man erst einmal haben. Also gehen Sie auf kautionsfrei.de, berechnen Ihren Kautionsvorteil mit dem Kautionsrechner und sehen den Beitrag, der gezahlt werden muss, wenn sie Ihre Mietkaution mit einer Mietkautionsbürgschaft stellen möchten. Bei einer Mietkaution von 1.500 Euro beträgt der Jahresbeitrag 78,75 Euro. Im Verhältnis zu 1.500 Euro sieht der Jahresbeitrag doch wesentlich entspannter aus und treibt nicht gleich jedem Mieter den Angstschweiß auf die Stirn.

Business-on.de: Wer profitiert von dem hinterlegten Geld?

Orlando Mittmann: Es wird kein Geld hinterlegt, sondern ein Beitrag für eine Mietkautionsbürgschaft gezahlt.

Business-on.de: Werden über einen gewissen Zeitraum Zinsen fällig?

Orlando Mittmann: Nein, da die Kunden ja kein Geld anlegen, sondern einen Beitrag für die Mietkautionsbürgschaft bezahlen.

Business-on.de: Wie hoch darf die Mietkaution maximal sein?

Orlando Mittmann: Die Höhe der Mietkaution ist gesetzlich geregelt und darf nach § 551 BGB bei privaten Mietverhältnissen drei Monatsmieten nicht überschreiten. Der Mieter muss also keinesfalls mehr als die drei Monatsmieten leisten, auch wenn dies immer wieder mal verlangt wird. Daher dürfen zu viel gezahlte Geldbeträge dann auch zurückgefordert werden. Regelkonform dient nur die Nettomiete als Grundlage zur Mietkautionsberechnung – die Nebenkosten dürfen hier nicht inkludiert werden. Ist die Wohnung beispielsweise zu einem festen Preis "warm" vermietet, muss nach der Neuregelung des § 551 BGB der geschätzte Kostenanteil aus der Warmmiete herausgerechnet werden.

Business-on.de: Wie sichert sich die plusForta GmbH ab?

Orlando Mittmann: Die plusForta GmbH ist ein Assekuranzdienstleister. Der Versicherungsträger ist unser langjähriger, starker Partner, die R+V Versicherung.

Business-on.de: Was wird für die Beantragung der Mietkautionsbürgschaft gebraucht?

Orlando Mittmann: Die Beantragung einer Mietkautionsbürgschaft verläuft per Online-Antrag direkt auf unserer Webseite. Hierzu benötigen Sie lediglich Ihre persönlichen Angaben sowie einige Informationen aus dem Mietvertrag und eine Bankverbindung zur Abbuchung des fälligen Beitrages.

Business-on.de: Die Entscheidung, wer die Mietkautionsbürgschaft erhält, erfolgt auf Basis einer individuellen Entscheidungsgrundlage. Was sind die Kriterien?

Orlando Mittmann: Jeder, der die Mietkautionsbürgschaft beantragt, wird selbstverständlich online auf seine Bonität hin geprüft. Die Bonitätsprüfung umfasst eine ganze Reihe an Prüfkriterien, wie Insolvenz, Ablegen der eidesstattlichen Versicherung, Offenbarungseid, Schuldenverzeichnisse etc.. Das Ergebnis der Bonitätsprüfung ist dann ausschlaggebend für die Bildschirmsofortzusage oder auch -absage, falls die Kriterien nicht erfüllt werden.

(Redaktion)


 


 

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