Sie sind hier: Startseite Aktuell News
Weitere Artikel
Jesco von Puttkamer

Der dienstälteste Trekkie der Welt fordert eine bemannte Weltraummission zum Mars

NASA lässt fortlaufend Studien erstellen

Die Technologie und das Wissen für eine Marsmission seien allerdings vorhanden, führte der NASA-Experte weiter aus. 60 Jahre lang habe die NASA insgesamt 40 Mio. Dollar für Studien über bemannten Marsmissionen ausgegeben. Diese seien fortlaufend weiterentwickelt und an den technischen Fortschritt angepasst worden. Neben neuester Elektronik stünden den Raumfahrtingenieuren heute auch leichtere und stabilere Metalle zur Verfügung.

Zudem habe man unter Zuhilfenahme von Psychologen, Verhaltensbiologen und Ernährungswissenschaftlern 500 Simulationen rund um die Frage unternommen, wie sich Menschen auf einer mehrjährigen Reise durch das Weltall verhalten. Laut von Puttkamer hätten sich die Probanden nicht gegenseitig erschlagen. Selbst für einen gläubigen Moslem habe man im All schon eine Lösung für sein Gebet nach Mekka finden können. Fit hielten sich die Astronauten durch festgelegte Übungen. Nur die schädliche Weltraumstrahlung müsse man noch besser in den Griff bekommen. Denkbar sei eine Art Schutzraum, führte von Puttkamer aus. Zur Absorption der Weltraumstrahlung eigne sich im Weltraum aber auch Wasser.

Bislang erledigen ferngesteuerte Marsroboter die Forschung. Die Übertragung des Funksignals zum Mars dauert aber zuweilen bis zu 20 Minuten. Ferngesteuerte Forschung reiche daher auf Dauer nicht aus, so von Puttkamer über die technischen Herausforderungen bei Marsmissionen.

Doch nach Wegfall des Ost-West-Konfliktes sind 14 Nationen auch bei der bemannten Raumfahrt zusammengerückt und planen künftig gemeinsame Aktivitäten. Alleine China fehlt bislang im weltweiten Club der Weltraumfreunde. Hintergrund dafür ist, dass die Raumfahrtaktivitäten dort beim Militär angesiedelt sind und der Space Act in den USA nur zivile Zusammenarbeit zulässt.

Streben des Menschen ins Weltall

Das „Return on Investment“, also die Zeitspanne bis investierte Gelder von der Industrie in Produkte umgesetzt werden können, sei gewiss sehr viel länger als in anderen Bereichen, so der Weltraumexperte. Dennoch hätten 40.000 Menschen in den Apollo-Programmen mitgearbeitet und es seien unsere heutigen Kleincomputer sowie Materialien wie Teflon und weitere Innovationen aus der Weltraumforschung hervorgegangen. Man entwickle ein Marsprogramm für Menschen, die heute noch „Dreikäsehochs“ seien, verdeutlichte von Puttkamer die zeitlichen Dimensionen.

Die Evolution sei durch das Streben von Kreaturen aus dem Wasser heraus an Land erfolgt, führte der NASA-Experte weiter aus. Nach zahlreichen Fehlversuchen habe es eine Kreatur durch Mutationen schließlich geschafft und so die Besiedlung der Kontinente auf dem Planeten Erde eingeleitet. Beim Streben des Menschen in das Weltall sei es das Selbe. Wenn man große Dinge erreichen wolle, müsse man hinnehmen, dass man sie nicht mehr selbst miterleben könne, griff er ein Zitat Friedrich dem Großen auf.

Von Puttkamer warb bei seinem Vortrag in Oldenburg zugleich für den Ingenieursnachwuchs: die Jugend sei die Zeit, in der man am meisten lerne. Kinder und Jugendliche dürften ihre Zeit daher nicht alleine vor Spielkonsolen verbringen. Die Jugend sei ein solches Geschenk, daraus müsse man etwas machen, forderte der NASA-Ingenieur. Der ehemalige „Star Trek“-Berater machte deutlich, dass er sich auch in Zukunft würdige Nachfolger wünscht, die nicht nur „Star Trek“ daddeln, sondern auch Großes erreichen wollen.

(Onur Yamac)


 


 

Jesco von Puttkamer
Puttkamer
Geschenk
Marsmission
Mars
Weltraumforschung
Experte
Raumfahrtingenieur
Streben
Vortrag
Mutationen
NASA
Materialien
Jugend

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Jesco von Puttkamer" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: