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  • 15.10.2019, 08:43 Uhr
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  • Deutschland
Kleinstprogramme

Apps werden immer beliebter – Chance für Unternehmen?

Die Nutzung von Smartphones und Tablets ist heute ein alltägliches Gut. Um die Geräte jedoch effektiv zu nutzen, benötigen User entsprechende Apps. Die Zahl der heruntergeladenen Kleinstprogramme steigt beständig an. Genau hier können Unternehmen ein Feld für sich eröffnen. Längst gibt es praktische Apps rund und für ein Unternehmen. Welche Möglichkeiten es gibt und woher die hohe App-Verbreitung teilweise rührt, zeigt dieser Artikel.

Smartphones werden mit Apps ausgeliefert

Unabhängig von der gewählten Smartphone- oder Tabletmarke, das Gerät wird stets mit Apps ausgeliefert. Da Apps in erster Linie auch nichts anderes als kleine Programme sind, ist diese Werksauslieferung natürlich verständlich. So wie auf jedem Computer wichtige Programme wie Browser, E-Mail-Programm oder auch ein Textprogramm vorinstalliert sind, werden auch die mobilen Geräte mit diesen Apps versandt. Dabei gibt es mehrere Kategorien:

  • Systemprogramme – sie sind für die Ausführung des Systems notwendig. Das sind meistens die Apps, die im üblichen Appordner nicht zu finden sind, aber in der Gesamtliste eingesehen werden können. Je nach Betriebssystem werden sie auch klar über den Namen definiert.
  • Nutzungsprogramme – zu diesen Apps gehören die Programme, die für die eigentliche Nutzung benötigt werden. Der mobile Browser, Suchleisten, E-Mail, Kalender, Telefon und SMS zählen mit dazu. Je nach Betriebssystem variiert ihre Anzahl, Android-Geräte bieten beispielsweise gleich von Beginn an die wichtigsten Googleprodukte. Auch die jeweiligen Shops des Geräts werden in diese Kategorie gezählt.
  • Dienstleister-Apps – mit der Auslieferung werden ganz spezielle Apps mit an den Kunden gebracht. Unternehmen haben die Möglichkeit, sich für die Vorinstallation zu bewerben, wobei natürlich eine entsprechende Gebühr erhoben wird. Gerade Lieferdienste, private Taxiunternehmen oder Auskunftsdateien fallen in diese Kategorie.

Grundsätzlich ist es also kein Wunder, dass die Nutzung von Apps stets ansteigt. Allerdings suchen und laden Verbraucher auch eigenständig immer häufiger Apps und nutzen diese Möglichkeit, um ihr Smartphone zu personalisieren.

Apps gibt es in fast jedem Markt

Es gibt vermutlich keine App, die es wirklich nicht gibt. Gerade in den öffentlichen Stores ist es für App-Entwickler gar nicht allzu schwer, ein eigenes Programm zu hinterlegen. Die Bereiche der Apps sind vielfältig:

  • Kommunikation – Messenger, aber auch Chatprogramme stehen hier auf der Beliebtheitsliste weit vorne. Zu der Kommunikation zählen zudem E-Mail-Clients, über die verschiedene Adressen zusammengeführt werden können.
  • Informationen – Nachrichten, Wissensdatenbanken, Rezeptdatenbanken, Infos zu Film und TV, Musikern, Künstlern und vieles mehr. In diesem Bereich haben auch Unternehmen die Chance, eine neue Variante des Newsletters zu entwickeln: via App.
  • Shopping – eBay, Amazon, zahlreiche größere Onlineshops, aber auch Zahlungsdienstleister zählen in diesen Bereich. Die App erleichtert Kunden die teils doch umständliche Nutzung des Onlineshops auf dem Smartphone. Selbst Autohäuser bieten mittlerweile spannende Apps.
  • Dienstleister – Taxidienste, die Deutsche Bahn, Busunternehmen, Essenslieferanten oder auch Handwerker. Wer eine Dienstleistung anbietet, der erreicht über die App neue Kunden.
  • Spiel und Spaß – kein Appstore kommt ohne Spiele aus. Viele Apps sind kostenlos, doch mit Werbung versehen, andere sind kostenpflichtig. Selbst Sportwetten-Anbieter und Online-Casinos entwickeln mittlerweile ihre eigenen Apps, damit die Gambler komfortabler tippen können. Das Gegenprogramm bieten Reader-Apps und natürlich die zahlreichen E-Books. Auf diesem Portal wurden Sportwetten Apps getestet und deren Funktionsumfang genauer dargelegt. Auch hier zeigt sich, dass sich einige Anbieter viel Mühe gegeben haben.
  • Personalisierung – für viele Menschen ist es ärgerlich, dass das eigene Smartphone aussieht, wie viele andere. Eine Lösung hierfür bieten die Apps, mit denen die Oberfläche, aber auch die Symbole personalisiert werden können.

Kann jedes Unternehmen von einer App profitieren?

In vielerlei Hinsicht sind Apps für alle Unternehmen interessant. Sie bieten schlichtweg die ideale Verbindung zum Kunden, und zwar über ein Medium, welches viele Verbraucher circa alle 12 Minuten in der Hand halten. Eine App kann:

  • Newsletter – anstelle oder zusätzlich zum Newsletterversand lässt sich die App verwenden. Das Risiko, dass die Neuigkeiten oder Angebote ignoriert werden, ist ebenso groß, wie bei üblichen Newslettern. Bietet die App jedoch nicht nur die Newsbox, sondern erleichtert beispielsweise den Zugang zum Onlineshop, so können wieder direkt aus der App heraus Bestellungen aufgegeben werden.
  • Informationen – auch zu reinen Informationszwecke ist eine App nützlich. Handwerker oder andere Dienstleister könnten beispielsweise eine App nutzen, um Kunden über die geplante Ankunftszeit zu informieren. Mitunter ließe sich das ähnlich gestalten, wie bei Paketdienstleistern. Auch hier können Kunden teils genau sehen, wo sich der Fahrer aktuell befindet.
  • Werbung – über eine App hat das Unternehmen die direkte Möglichkeit, einen Kunden jederzeit zu kontaktieren. Natürlich muss er sich auch hier an die DSGVO halten, trotzdem kann er mitunter die Standortdaten für personalisierte Werbungen verwenden.

Letztendlich ist es jedoch so, dass jede App nur so sinnvoll und profitabel ist, wie sie gepflegt wird. Die meisten Menschen haben bereits »App-Leichen« auf ihrem Gerät, also Apps, die sie mal installiert haben, die jedoch völlig in der Versenkung verschwunden sind. Unternehmen müssen:

  • Programmierung – die App muss sauber programmiert sein. Ständige Fehlermeldungen, Abstürze, auch das Ziehen von Ressourcen ist für Nutzer ein KO-Kriterium.
  • Pflege – eine App muss gepflegt werden. Darunter wird nicht ausschließlich das Bereitstellen von Informationen, Werbung oder Angeboten verstanden, sondern auch die rasche Behebung von Fehlern.
  • Sicherheit – die App muss sicher sein. Werden unnötige Berechtigungen gefordert, lehnen Verbraucher diese oft ab oder deinstallieren das Programm. Ein Beispiel: Möchte ein Handwerker auf den Kalender zugreifen, um einen Eintrag für den vereinbarten Termin zu erstellen, ist das in Ordnung. Möchte der Handwerker hingegen auf Telefonkontakte, E-Mails und Fotos zugreifen, so sind das unnötige Berechtigungen.

Fazit – mit guten Apps durchstarten

Jedem Betrieb muss bewusst sein, dass die korrekte und ordentliche Entwicklung einer App Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Auch die Pflege des Programms ist ebenso aufwendig, wie die Pflege von guten Social-Media-Seiten. Wer sich allerdings die Mühe macht und seinen Kunden und Interessenten einen echten Mehrwert und Nutzen bietet, der kann auf diesem Wege vertiefte Kundenbeziehungen herstellen und künftig erfolgreicher sein. Wichtig ist jedoch, dass der Rest der Unternehmensseiten ebenfalls für die mobile Nutzung geeignet sind. Lässt sich aus einer App zwar der Onlineshop aufrufen, dieser ist aber nur für PCs optimiert, so werden viele Kunden den Einkauf gleich zu Beginn abbrechen.

(Redaktion)


 


 

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