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Kölner Weiterbildungsmesse

"Berufliche Volltreffer": Kurzarbeit und Qualifizierung nutzen - 10. Kölner Weiterbildungsmesse eröffnet

Mit einem Aufruf, in Krisenzeiten innovativ zu bleiben, eröffnete Michael Garvens, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln und Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, heute die 10. Kölner Weiterbildungsmesse in der IHK Köln. Die zweitägige Messe richtet sich mit rund 50 Ausstellern an 5.000 Besucher. Sie ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Qualitätsgemeinschaft Berufliche Weiterbildung Region Köln e.V., der Agentur für Arbeit Köln, der Handwerkskammer zu Köln sowie der IHK Köln und der Stadt Köln.

"Leider fällt unsere Jubiläumsmesse in eine Zeit, die in vielen Branchen von Kurzarbeit und Stellenabbau geprägt ist. Da mag manch ein Unternehmen oder Beschäftigter am Sinn beruflicher Qualifizierung zweifeln. Doch genau hier muss das Motto gelten: Jetzt erst recht! Resignation bedeutet Stillstand, und das wäre fatal", so Vizepräsident Michael Garvens. Auch und gerade in Krisenzeiten müssten Unternehmen in Weiterbildung investieren, um in Zeiten hoher Auslastung auf gut ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen zu können:

"Qualifizierungsprozesse dauern ohnehin länger, die Früchte ernten die Unternehmen und auch die Arbeitnehmer meist erst später."

Folgerichtig bietet die Messe am Samstag ein besonderes Extra für Unternehmen an. Unter dem Titel "Kurzarbeit und Qualifizierung - Weiterbildung in der Krise für den Aufschwung nutzen" findet eine Veranstaltung mit einem entsprechenden Workshop statt. Dies ist nur ein Beispiel aus dem umfangreichen Rahmenprogramm, das die Veranstalter auf die Beine gestellt haben. Es ist im Netz unter www.weiterbildungsmesse-koeln.de zu finden.

Hans Peter Wollseifer, Vorstandsmitglied Arbeitgeberseite und alternierender Vorsitzender des Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer zu Köln, betonte die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens: "Seit Jahren herrscht bei den für die berufliche Bildung zuständigen Akteuren Konsens darüber, dass angesichts überall ansteigender Anforderungen das frühere Modell, mit einer einmaligen Ausbildung dauerhaft die Grundlagen für die berufliche Tätigkeit zu erwerben, nicht mehr wettbewerbsfähig ist." Er rief die Messebesucher, alle an beruflicher Aus- und Weiterbildung Interessierte, Unternehmer und Verantwortliche für Personal und Weiterbildung in Unternehmen und Organisationen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitssuchende auf, die zahlreichen Weiterbildungsangebote zu nutzen, um die persönliche berufliche Zukunft zu sichern.

Thomas Frey, Vorstandsvorsitzender der Qualitätsgemeinschaft Berufliche Weiterbildung Region Köln e.V., wies darauf hin, dass die Messe auch eine wichtige Informationsquelle für die Aussteller sei. "Sie erfahren nämlich", so Thomas Frey, "eine Menge über die guten oder schlechten Erfahrungen der Besucher mit Weiterbildung und können dies als Anregung für ihr Qualitätsmanagement nutzen. Sie erfahren viel über die Interessen und Schulungsbedürfnisse der Besucher, und die Schulungsbedürfnisse der Gegenwart sind nicht selten die Schulungsangebote der Zukunft." Die 10. Kölner Weiterbildungsmesse sei somit keine Einbahnstraße.

Einen Bewußtseinswandel sieht Peter Welters, Vorsitzender derGeschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln, im Gang. DieBundesagentur für Arbeit habe nicht ohne Grund eine Kampagne zurWeiterbildung ins Leben gerufen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer seienangesprochen: "Wenn man um die hohen Besucherzahlen derletzten Jahre weiß, dann möchte man nicht glauben, dass Weiterbildungin Deutschland in den letzten Jahren vielfach stiefmütterlich behandeltwurde." Welters appelliert: "Investieren Sie in die Weiterbildung Ihrer Beschäftigten, nutzen Sie jetzt die Zeit, um Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zukunft zu rüsten. Ich appelliere aber auch an die Arbeitnehmer: Sorgen Sie für ein gutes persönliches Standing im Qualifikationswettbewerb mit anderen Arbeitnehmern. Machen Sie sich fit für die Zukunft. "Die Messeveranstalter trügen eine große Verantwortungfür den Wirtschaftsstandort Köln: "Gehen wir in diesem Bewusstsein indas nächste Messejahrzehnt."

Dr. Agnes Klein, Beigeordnete der Stadt Köln für Bildung, Jugend und Sport, ging ebenfalls auf die Bedeutung von Weiterbildung für den Standort ein: "Die Qualität unseres Bildungswesens insgesamt ist mittlerweile ein 'harter' Standortfaktor bei der Unternehmensansiedlung geworden - Unternehmen brauchen gut ausgebildetes und weiterbildungsbereites Personal; und erstklassige Fachkräfte suchen sich Jobs in Städten, die über ein attraktives Bildungssystem für sich selbst und für ihre Familien verfügen." Die Weiterbildungsmesse mache deutlich, dass Köln über ein differenziertes und qualitätsvolles Angebot an Weiterbildungsträgern mit ihren entsprechenden Veranstaltungen und Programmen verfüge: "Hier können alle Qualifikationen, deren ein moderner und leistungsstarker Wirtschaftsstandort bedarf, erworben werden."

(Redaktion)


 


 

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