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2007 kommt die Immobilien-Aktie / REITs bereichern privates Depot

In wenigen Wochen können voraussichtlich auch private Anleger ihr Geld in Gewinn versprechende Immobilien-Aktiengesellschaften investieren. Darauf weisen die Experten von Allianz und Dresdner Bank hin. Auch wenn das Gesetzgebungsverfahren noch läuft: 2007 wird in Deutschland die steuerbegünstigte Immobilien-Aktiengesellschaft, REIT genannt, ihren Einzug halten.

Die Abkürzung REIT steht für Real Estate Investment Trust. Dann haben Privatanleger im großen Angebot von A wie Anleihe bis Z wie Zertifikat eine weitere Wahlmöglichkeit für ihr Depot. Besonders Ungeduldige können jetzt schon in REIT-Fonds und -Zertifikate investieren.

Thomas Beyerle, Chefanalyst der Immobilienfondstochter der Dresdner Bank, rechnet mit einem neuen Milliardengeschäft auf dem deutschen Kapitalmarkt. Grund: Der deutsche Immobilienmarkt ist mit rund 40 Millionen Wohnungen, Häusern, Büros und Fabriken einer der größten der Welt. Auf der einen Seite stehen finanzschwache Kommunen und an Kostensenkung interessierte Unternehmen, die ihre nicht-strategischen Immobilienbestände gerne aktivieren würden. Auf der anderen Seite warten Investoren auf Beteiligungschancen und wollen zusätzliche Erträge auf dem bisher als träge und unterbewertet geltenden deutschen Immobilienmarkt heben.

Deutsche REITs sind als in Deutschland börsennotierte Immobilien-Aktiengesellschaften ausgestaltet, die ihre Gewinne zum großen Teil an die Anleger ausschütten müssen. Wichtig: Die Besteuerung der als Dividende ausgeschütteten Erträge erfolgt direkt beim Anleger. Das Halbeinkünfteverfahren gilt nicht. Der Streubesitz soll nach dem Gesetzentwurf über 15 Prozent liegen. „So werden deutsche REITs einem breiten Anlegerkreis zugänglich gemacht”, erklärt Beyerle.

Während REITs für Deutschland Neuland sind, ist dieses Investment im Ausland längst eine feste Größe. Beyerle: „Weltweit werden bereits mehr als zehn Prozent der Immobilien wie Wohnkomplexe, Einkaufszentren, Hotels oder Gewerbeobjekte an der Börse gehandelt.”

Bisher wählten Anleger, die ihr Depot mit „Betongold” anreichern wollten, überwiegend offene Immobilienfonds. Diese bekommen jetzt durch die REITs, die als Einzelwerte in erster Linie für institutionelle Investoren interessant sind, Gesellschaft. Wer nicht auf die Einführung in Deutschland warten will, der kann bereits jetzt aus rund 30 international investierenden REIT-Fonds und zahlreichen REIT-Zertifikaten wählen. Mit durchschnittlichen Renditen von jährlich 20 Prozent haben sie in den vergangenen Jahren die meisten offenen Immobilienfonds in den Schatten gestellt.

„Den hohen Renditechancen im REIT-Markt steht ein mit Aktien vergleichbares Schwankungsrisiko gegenüber”, erläutert Beyerle von der DEGI Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds. Während offene Fonds direkt in Immobilien investieren, kaufen REIT-Fonds Aktien börsennotierter Firmen aus dem Immobilienmarkt. Beyerles Fazit: „Bei REITs stehen die Zukunftsperspektiven, bei offenen Fonds die Mieterträge im Vordergrund.”

(k.olbrisch)


 


 

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