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ABC-Unis führend in NRW

„Köln hat den Wettkampf mit anderen Universitäten aufgenommen“, sagte Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, beim „KölnAlumni IV. Symposium“ im Audimax der Hochschule. Die Hochschulen bzw. Universitäten in Aachen, Bonn und Köln (ABC-Region) sind schon jetzt die forschungsstärksten in NRW.

Nur diese drei wurden aus diesem Bundesland zur Teilnahme an der Exzellenz-Initiative der Regierung aufgefordert. Für die nächste Runde hat die Uni Köln (UzK) sehr ehrgeizige Pläne, liegt doch Köln schon jetzt als beste Hochschule des Landes vor Aachen und Bonn auf Platz 9 des wichtigen CHE-Rankings (Centrum für Hochschul-Entwicklung).

 

Alle deutschen Hochschulen stehen vor gewaltigen Herausforderungen, denn in der Gruppe der 50 internationalen Spitzen-Unis findet sich keine aus der Bundesrepublik. Um das zu ändern, hat die Regierung den Exzellenzwettbewerb gestartet und in NRW, immerhin dem bevölkerungsstärksten Bundesland, nur auf Aachen, Bonn und Köln gesetzt. Alle drei konnten sich im ersten Anlauf – wie bekannt – nicht qualifizieren, doch Köln rechnet sich gute Chancen für die nächste Runde aus. Rektor Freimuth berichtete den Alumni, den Ehemaligen der Kölner Uni, bei ihrem Festakt:

Die Wirtschafts- und Rechtswissenschaften liegen in allen Rankings unter den deutschen TOP 5. Die Geisteswissenschaften findet man im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Platz 6. Ferner hat die Universität zu Köln zehn Sonderforschungsbereiche der DFG. Das sind langfristig angelegte Projekte, die als hervorragende Indikatoren für herausragende Profilbereiche gewertet werden.

Wettkampf mit anderen Universitäten

„Gemessen am Potenzial der UzK darf man allerdings mit diesen Ergebnissen nicht zufrieden sein,“ hat der Rektor erkannt. Er will seine Alma Mater auf einem Spitzenplatz unter den deutschen Universitäten sehen. Dazu dient u.a. auch die Neugliederung der Fakultätsstruktur. Im Januar nächsten Jahres soll eine sechste Fakultät gegründet werden, in der alle Pädagogen, Psychologen, Heilpädagogen sowie die Kunst- und Musikerziehung untergebracht sind. „Ein erster großer Erfolg für die kommende Fakultät ist die Verleihung des Leibniz-Preises an den Sozialpsychologen Prof. Mussweiler“ sagte der Rektor.

Mehr als 100 Studiengänge müssen in Köln umgestellt werden. Bachelor- oder Master-Abschlüsse sind in Zukunft für die meisten Kommilitonen die Regel. „Wahrhaft eine Herkulesaufgabe, wenn man bedenkt, dass die neuen Studiengänge mit ihrer Modelstruktur eine viel intensivere Koordination und Vernetzung innerhalb der Universität benötigen“.

Die UzK erhält einen neuen Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts, gewinnt damit mehr Autonomie gegenüber der Landesregierung. Sie kann effektivere Leitungsstrukturen entwickeln, ist u. a. auch bei der Berufung von Professoren und anderen Mitarbeitern zuständig.

Auf 20 bis 30 Mio Euro schätzt der Rektor die Einnahmen an Studiengebühren. Erstsemester zahlen bereits 500 Euro, ab dem Sommersemester nächsten Jahres müssen alle Studenten zahlen. „Unsere Universität kann angesichts der äußerst angespannten Finanzlage und des zunehmenden Andrangs von Studierenden nicht auf diese zusätzliche Finanzierung verzichten. Das Geld wird für die Verbesserung der Lehre verwendet, erste Maßnahmen greifen bereits in diesem Wintersemester.“


 


 

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