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SPD: «Abi-Tüv» ist «teuer erkaufte Pannenversicherung»

(ddp-nrw). Die von Schulministerin Barbara Sommer (CDU) eingerichtete unabhängige Prüfkommission zur Vermeidung weiterer Pannen beim Zentralabitur stößt bei der Opposition auf scharfe Kritik. Die Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, sprach am Freitag in Düsseldorf von einer «teuer erkauften Pannenversicherung, die durch nichts zu rechtfertigen» sei.

Sommer hatte die jährlichen Kosten der Expertenkommission auf 500 000 Euro im Jahr beziffert. Dazu sagte Schäfer, das Schulministerium leiste sich für viel Geld einen Sachverständigenrat, der Aufgaben des Ministeriums übernehme. Letztendlich solle die neue Kommission nur verschleiern, dass Sommer das Krisenmanagement nach den im Vorjahr aufgetretenen Pannen bei Zentralabitur nicht gemeistert habe.

Scharfe Kritik äußerte Schäfer auch an der von der CDU zurückgenommenen Anhebung der Verbeamtungsgrenze für Lehrkräfte an den Berufskollegs von 35 auf 40 Jahre. Die Verschiebung dieser Anhebung auf eine große Dienstrechtsreform in der nächsten Legislaturperiode sei ein «unlauteres Täuschungsmanöver» und lasse das Problem des Fachlehrermangels ungelöst.

In diesem Zusammenhang sei die Streichung des so genannten Mangelfacherlasses, der eine Verbeamtung von Lehrkräften für Mangelfächer bis zum 45. Lebensjahr vorgesehen habe, einen «großer Fehler» gewesen, rügte Schäfer. Die Landesregierung habe damit die Abwanderung qualifizierter Lehrkräfte in benachbarte Bundesländer mit attraktiveren Regelungen ausgelöst. 

(ddp)


 


 

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