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Versöhnlicher Jahresausklang an den Weltbörsen

Bitcoins are simply the best!

Noch besser als russische Aktien schnitt im vergangenen Jahr die digitale Kryptowährung Bitcoins ab, deren Wert sich 2016 um mehr als 100 Prozent auf über 1.000 US-Dollar verdoppelt hat. Im Jahr 2013 war ein Bitcoin noch für 25 US-Dollar zu haben. Der Faktor war also 40, ganz zu schwiegen von den Anfängen des Bitcoin in den Jahren 2009/2010. Mit 1.000 Euro hätte man also heute einen neuen Mitteklasse wagen finanzieren können, wenn man schon 2013 Bitcoins gekauft hätte. Bitcoins waren als die beste Geldanlage der Welt seit 2009/2010.

Nun versuchen andere Kryptowährungen wie „Onecoins“ dem Bitcoin Konkurrenz zu machen, aber nur eine Kryptowährung wird sich durchsetzen können. Es wird auch noch lange dauern, bis sich Bitcoins als Handelswährung überall anerkannt werden. Durchsetzen könnte sich aber die geradezu revolutionäre Blockchain-Technologie, also der Geldtransfer via Internet ohne Vermittler, ganz zum Leidwesen der Notenbanken und Banken, da die Gebühren für den Geldtransfer dann wegfallen. Unter einer Blockchain wird nach Wikepedia (auch Block Chain, englisch für Blockkette) „eine erweiterbare Liste von Datensätzen verstanden, deren Integrität (Sicherung gegen nachträgliche Manipulation) durch Speicherung der (kryptografischen) Prüfsumme, also eines Hashes des vorangehenden Datensatzes im jeweils nachfolgenden gesichert ist.“

Neuerdings gibt es auch Finanzprodukte auf Bitcoin-Basis, wobei die Anleger an der Performance der Bitcoins partizipieren können. Diese neuen Finanzprodukte stiegen alleine in der letzten Handelswoche um über 20 Prozent.

Das erste große Fragezeichen für 2017: Was macht Trump tatsächlich?

Nun werden alle Anleger wohl erst einmal die konkreten Entscheidungen von Trump nach seiner Amtseinführung abwarten. Die Hoffnung der Anleger beruht auf einem deutlichen Wachstum des Bruttosozialprodukts und der Unternehmensgewinne in den USA aufgrund der angekündigten Steuersenkungen, die aber die Staatsverschuldung nach oben treiben werden. Gespannt sein darf man auch, wie sich Trump außenpolitisch gegenüber China, dem Iran sowie Russland verhalten wird.

Das zweite große Fragezeichen für 2017: Wie entwickelt sich Europa weiter?

Europa steht aufgrund des Wahlmarathons in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland vor großen Herausforderungen, falls dort jeweils die rechten Populisten nennenswert an Stimmen hinzugewinnen. Kaum einer hat es bisher auf der Rechnung, dass, wenn die rechtsextreme Marine Le Pen die Wahl in Frankreich im Mai gewinnen sollte, die Spaltung Europas und die Abschaffung des Euros bevorstehen könnte, was ein Chaos in Europa auslösen könnte.

Zudem müssen noch die Bankenprobleme in Italien durch Kapitalerhöhungen gelöst werden, wobei wie erwähnt die Kapitalerfordernisse höher sind als zuvor erwartet. Gespannt sein darf man auch, wie Europa den Brexit bewältigen wird und wie Großbritannien hernach wirtschaftlich abschneidet. Es gibt also viele Fragezeichen für 2017 für die Anleger. Aber gerade das macht die Börse so spannend und unberechenbar. Es wird wohl auch 2017 zu starken Kursauschlägen nach oben und unten kommen. Die Volatilität dürfte also zunehmen.

Das Motto bleibt für risikofreudige Anleger: Go East!

In jedem Fall lohnt weiterhin ein Blick auf Osteuropa. Denn zehn Börsen in Osteuropa zählten im vergangenen Jahr zu den 30 am besten performenden Börsen der Welt, darunter auch die Budapester Börse mit einem Plus von 28 Prozent nach schon plus 42 Prozent im Jahr 2015. Auch die Börsen im Baltikum (Lettland, Litauen, Estland) und einige Börsen auf dem Balkan wie die Börse Sofia (Bulgarien) mit plus 26 Prozent, aber auch die Börse Zagreb (Kroatien) mit plus 18 Prozent machten 2016 viel Freude und konnten den Dax klar outperformen. Die Aktien aus Kasachstan stiegen ähnlich wie an der Moskauer Börse um 40 bis 60 Prozent im Durchschnitt. Starkes Erholungspotenzial haben noch die Aktien aus der Ukraine, falls der Minsk-II-Prozess umgesetzt werden kann, was aber wohl noch eine Zeit erfordert.

(Andreas Männicke)


 


 

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