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Börse 28.06.2010

Deutscher Aktienmarkt baut Gewinne aus

(ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat seine Anfangsgewinne bis zum Montagmittag ausgebaut. Der DAX stieg bis 13.10 Uhr um 1,1 Prozent auf 6135 Punkte. Der MDAX legte 1,4 Prozent auf 8274 Zähler zu, und der TecDAX gewann 0,7 Prozent auf 757 Punkte.

Händler verwiesen zur Begründung der guten Stimmung auf das günstige Umfeld für deutsche exportorientierte Unternehmen. Außerdem sei der Rückschlag der vergangenen Woche überzogen gewesen.

Der Euro wurde am Mittag mit 1,2341 Dollar etwas schwächer als am Morgen gehandelt. Marktteilnehmer sprachen von einem ereignislosen Währungsgeschäft nach dem G20-Gipfel in Toronto. Beobachter äußerten sich skeptisch über den vereinbarten Sparkurs. Die Europäische Zentralbank hatte am Freitag einen Referenzkurs von 1,2294 Dollar festgelegt.

Im DAX führten Infineon die Gewinner an. Die Aktie legte 2,9 Prozent auf 5,13 Euro zu. Nach einem Bericht der «Financial Times Deutschland» strebt der russische Sistema-Konzern einen Anteil von 29 Prozent an Infineon an. Unternehmenssprecher wollten den Bericht nicht bestätigen. Gesucht waren auch BMW, die 2,4 Prozent auf 41,35 Euro zulegten, sowie MAN, die sich nach einem Pressebericht über anziehende Aufträge um 2,1 Prozent auf 69,01 Euro verteuerten.

Gegen den Trend verloren RWE. Die Aktien gaben 0,3 Prozent auf 55,00 Euro nach. Daneben notierten nur noch adidas und K+S leicht im Minus.

Im MDAX lagen Leoni an der Spitze der Gewinner und verteuerten sich um 3,5 Prozent auf 17,60 Euro. Aareal Bank verbesserten sich um 3,3 Prozent auf 14,36 Euro. Die Bank hatte am Morgen mitgeteilt, dass sie dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) 150 Millionen Euro zurückzahlt. Schwächster Wert waren Praktiker, die sich um 1,7 Prozent auf 5,94 Euro verbilligten.

Im TecDAX gewannen Dialog Semiconductor 5,7 Prozent auf 10,10 Euro. Manz Automation und SMA Solar stiegen jeweils um mehr als vier Prozent. Dagegen verloren Q-Cells nach einer Herabstufung durch Goldman Sachs 4,6 Prozent auf 5,59 Euro. Solarworld gaben aus dem gleichen Grund 1,1 Prozent auf 9,91 Euro nach.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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