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BVK Studie

Aktiveres Fundraising trotz starker internationaler Konkurrenz

Vor allem ausländische Investoren attraktiv

Als attraktivste Investorengruppen nannten die Beteiligungsgesellschaften Privatanleger/Family offices, Fund of Funds und Pensionsfonds. Insgesamt werden ausländische Investoren etwas attraktiver eingeschätzt als deutsche. Die Investorengruppe mit den meisten Einzelnennungen waren allerdings deutsche Privatanleger/Family offices vor ausländischen Pensionsfonds und Fund of Funds. „Deutsche Beteiligungsgesellschaften verfügen traditionell über gute Kontakte zu den hiesigen Investoren“, sagt Frommann. „Deren Investitionsbereitschaft ist allerdings immer noch begrenzt, so dass ein erfolgreiches Fundraising heute oft nur zusammen mit ausländischen Investoren möglich ist. Wir müssen mehr internationale Geldgeber zu Engagements in Deutschland bewegen.“

Fast zwei Drittel der Befragten kommen zu der Einschätzung, dass sich die von ihnen wahrgenommene Stimmung bei den Investoren und damit deren Haltung zu Engagements in deutsche Private Equity -Fonds gegenüber dem Jahr 2005 verbessert hat. Gleichzeitig sehen aber auch einige Befragte angesichts einer anhaltend großen Zahl von Beteiligungsgesellschaften im Fundraising einen zunehmenden Wettbewerb der Fonds um Kapital.

Investoren haben weiterhin Vorbehalte / Private Equity-Gesetz bringt Chance für Deutschland

Trotz der unbestreitbar verbesserten Bedingungen für das Einwerben von Kapital sehen sich die Beteiligungsgesellschaften mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert. Befragt nach den wichtigsten Hindernissen für Kapital einwerbende Beteiligungsgesellschaften nannte die Hälfte der Gesellschaften jeweils die unvorteilhaften steuerrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und den oft fehlenden Track Record vieler Fonds. Zudem stellen viele Beteiligungsgesellschaften noch immer Vorbehalte seitens der Investoren gegenüber dem Private Equity-Standort Deutschland fest.

Bei den steuerrechtlichen Rahmenbedingungen bleibt die Branche bei ihrer kritischen Einschätzung. Weit weniger als die Hälfte der Gesellschaften bewertet die Rahmenbedingungen zumindest mit „befriedigend“. Die große Mehrzahl kommt dagegen nur zu einem Urteil von bestenfalls „ausreichend“. „Dies untermauert den Überarbeitungsbedarf der rechtlich nicht eindeutig geregelten Frage der steuerlichen Behandlung von deutschen Private Equity-Fonds. Die international unüblichen Regelungen hierzulande schrecken insbesondere ausländische Investoren von Engagements ab“, konkretisiert Frommann. Andere europäische Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien oder die Schweiz haben längst reagiert und eigene spezielle rechtliche Fondsstrukturen für Beteiligungskapitalfonds geschaffen.

„Mit dem für 2008 angekündigten Private Equity-Gesetz hat die Bundesregierung die einmalige Chance, deutsche Private Equity-Fonds im internationalen Wettbewerb um Kapital einen großen Schritt voranzubringen. Vorteilhaftere und vor allem sichere steuerliche Regelungen würden mehr Investoren von einem Engagement in deutsche Fonds überzeugen und der deutschen Volkswirtschaft und vor allem dem Gründer - und Technologiebereich dringend notwendiges Kapital bescheren“, so Frommann abschließend.

(k.olbrisch)


 


 

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