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Großes Apothekensterben - 400 Apotheken müssen 2011 wohl schließen

Begleiten Sie uns doch mal auf einen kleinen Rundgang. Drehen wir eine Runde um den Chlodwigplatz im Kölner Süden. Wir blicken einfach mal in jede Straße runter und zählen die Geschäfte, die mit einem großen roten verschnörkelten „A“ auf weißem Grund für sich werben.

Es geht um die Apotheken. Justament am Karolingerring die Chlodwig-Apotheke, in der Merowingerstraße darf sie nicht fehlen, ein Blick die Bonner Straße hinab, und wir sehen die „Apotheke zum goldenen Horn“. Direkt am Platz gelegen die Ubierapotheke, und 150 Meter weiter den Ubierring hinab grüßt die Colonia-Apotheke. Bliebe noch die Severinstraße. Auch auf der tummeln sich auf dem Stück zwischen Chlodwigplatz und Severinsbrücke vier weitere Gesundheitsläden.

Insgesamt auf einem überschaubaren Stück der Kölner Südstadt also neun Apotheken. Doch deren wirtschaftliche Lage hat sich dramatisch verschlechtert, sagt Heinz-Günther Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. 400 Apotheken müssen in diesem Jahr wohl schließen, so die Prognose.

In 2010 machten 370 Apotheken dicht, 260 allerdings eröffneten neu. Untern Strich also ein Verlust von 110 Apotheken. Der Verlust könnte in 2011 bei 180 Apotheken liegen. 400 Schließungen stehen also 220 Neueröffnungen gegenüber.

Die andauernden Reformen im Gesundheitswesen schlagen eben nicht nur auf die Patienten im Wartezimmer durch, sondern auch auf die Pillenhändler. Zum eigenen Sparbeitrag der Apotheken in Höhe von 200 Millionen Euro kommt auch noch derselbe Betrag aus dem Großhandel hinzu, der seinen Anteil an den Sparbemühungen – auch 200 Millionen Euro – auf die Apotheker abwälzen kann.

Allerdings steigt anscheinend der Beratungsbedarf. Der zu einer deutlichen Mehrbelastung der Apotheker führt. Da kommen kreative Gedanken ins Spiel. Nachtdienste sollten durch Rufbereitschaften ersetzt werden, was in dünn besiedelten Landstrichen wie Mecklenburg-Vorpommern durchaus Sinn mache. Was in Sachen Apotheke noch so alles auf uns zukommt, beraten die 300 Teilnehmer am Deutschen Apothekertag, der von Donnerstag bis Samstag in Düsseldorf abgehalten wird.

(FN)


 


 

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