Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Wirtschaft im Aufschwung

Arbeits- und Ausbildungsmarkt in NRW wächst kräftig

Die Zahl der Erwerbstätigen hat im Jahr 2006 stärker zugenommen, als in einer ersten Schnellrechnung Ende Januar angenommen wurde. Auch die Zahl der Auszubildenden ist mit 318.000 zum Stichtag 31. Dezember 2006 um 6300 oder rund zwei Prozent gestiegen. Dies gab das Statistische Landesamt heute bekannt.

Wie das Landesamt weiter mitteilte, stieg die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 47 800 (+0,6 Prozent) auf nahezu 8,5 Millionen Personen. Bislang waren die Statistiker von einer Zunahme um 40 500 ausgegangen. Im Jahresverlauf 2006 beschleunigte sich die Dynamik auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Auf den saisonüblichen Rückgang im Frühjahr (-147 000) folgten drei Quartale mit Zuwächsen um zusammen 236 000 Erwerbstätige (+2,8 Prozent). Dies war mehr als bei den ebenfalls jahreszeitlich bedingten Zunahmen der Vorjahre. Der Zuwachs im Dienstleistungsbereich (+81 000) konnte 2006 den erneuten Rückgang im Produzierenden Gewerbe (-32 700) mehr als kompensieren. Den höchsten Anteil an der Zunahme im Dienstleistungsbereich steuerten mit einem Plus von 44 800 Erwerbstätigen (+3,1 Prozent) die Unternehmensdienstleistungen bei, während im Bereich Handel, Gastgewerbe, Verkehr (+0,4 Prozent) nur ein unterdurchschnittlicher Anstieg verzeichnet werden konnte.

Zwei Prozent mehr Auszubildende in NRW

Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg damit die Zahl der Auszubildenden erstmals seit vier Jahren (2002: - vier Prozent, 2003: -3,3 Prozent, 2004: -1,3 Prozent, 2005: -0,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahr wieder an. In den Ausbildungsbereichen "Industrie und Handel u. a." (177 100 Azubis, +3,6 Prozent), Handwerk (93 300, +2,1 Prozent), Landwirtschaft (6 800, +3,2 Prozent) und öffentlicher Dienst (8 800, +0,1 Prozent) wurden Ende 2006 mehr, im Bereich Hauswirtschaft (2 200, -3,1 Prozent) und bei den freien Berufen (29 800, -6,3 Prozent) weniger junge Menschen ausgebildet als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Auszubildenden bei den Freiberuflern, zu denen Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater gehören, sank damit auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren.

Die Zahl der weiblichen Auszubildenden war Ende 2006 mit 124 000 um 0,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor; bei den männlichen Auszubildenden fiel der Zuwachs mit +2,9 Prozent (auf 194 000) höher aus. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, für die 2005 noch ein Rückgang um 3,7 Prozent festgestellt worden war, stieg 2006 um sechs Prozent auf 118 100.

(Redaktion)


 


 

Wirtschaft
NRW
Köln
Düsseldorf
Arbeitslosenzahlen
Statistik
Gewerbe

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Wirtschaft" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: