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Arbeitskampfmaßnahmen

Tausende von Briefen und Einschreiben bleiben in NRW liegen

Wegen der zeitlich befristeten Warnstreiks bei der Deutschen Post AG sind auch am Dienstag Tausende von Briefen und Einschreiben nicht pünktlich zugestellt worden. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte rund 120 Beschäftigte der Postfachverteilanlagen in Düsseldorf, Dortmund, Bottrop, Bonn, Hagen, Münster, Bielefeld und Essen zu Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen. Die Warnstreiks sollten nach Angaben eines ver.di-Sprechers von 5.30 Uhr bis 9.00 Uhr dauern.

Auswirkungen hätten die Aktionen vor allem auf Postfachadressen und damit auf Großkunden, sagte ein ver.di-Sprecher auf ddp-Anfrage in Düsseldorf. So seien etwa in der Landeshauptstadt neben Unternehmen auch die Ministerien betroffen. Nach Angaben des ver.di-Sprechers blieben allein in NRW 150.000 Briefe und 3.000 Einschreiben liegen.

Urabstimmung über einen unbefristeten Streik

ver.di hatte die Tarifverhandlungen über Entgelt, Arbeitszeit und Kündigungsschutz für die 130.000 Beschäftigten mit der Deutschen Post am Samstag für gescheitert erklärt. Vom 25. bis zum 29. April sollen die ver.di-Mitglieder bei der Deutschen Post in einer Urabstimmung über einen unbefristeten Streik abstimmen. Sollten mindestens 75 Prozent für den Ausstand votieren, startet der reguläre Streik am 2. Mai.

Während beim Kündigungsschutz Einigung besteht und die Deutsche Post bereit ist, die Arbeitsplatzgarantie bis 30. Juni 2011 zu verlängern, ist bei Arbeitszeit und Entgelt keine Lösung in Sicht. Die Post hatte eine Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent für zwei Jahre angeboten, ver.di fordert 7 Prozent für zwölf Monate. Daneben will die Post die Arbeitszeit nach Gewerkschaftsangaben von derzeit 38,5 Wochenstunden auf 41 Stunden erhöhen. Eine weitere Stunde Arbeitszeit ergebe sich zudem durch den geforderten Wegfall von Erholungspausen. ver.di sieht dadurch Tausende von Arbeitsplätzen bedroht.

(Redaktion)


 


 

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