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Frauen haben in Köln die schlechteren Jobs

In Köln sind zwei Drittel der Teilzeit- und Minijobs von Frauen besetzt. Dies gab die Branchengewerkschaft NGG im Rahmen einer aktuellen Erhebung bekannt. Experten sehen in dieser Entwicklung einen Trend, der auch in vielen anderen deutschen Städten verzeichnet werden kann.

Kölner Arbeitsmarkt bezeichnend für deutschlandweiten Trend

 

Wie die Experten betonten, dürfte der Trend sich auch in anderen deutschen Großstädten kaum von der Situation in Köln unterscheiden. Demnach müssen mehr Frauen in Mini- und Teilzeitjobs arbeiten als Männer. Insgesamt besetzen sie rund 64 Prozent der Angebote in diesem Bereich. Bei den Vollzeitstellen ist das Bild dann genau umgekehrt. Hier sind Frauen nur in 37 Prozent der Stellen repräsentiert.

 

Bei den Zahlen bezog sich die Branchengewerkschaft NGG auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler Stiftung zur „atypischen Beschäftigung“. Darin hieß es, dass immer mehr Frauen in „unsichere und niedrig bezahlte Jobs gedrängt werden“, so Mohamed Boudih, Geschäftsführer der NGG Köln. Das sei eine gefährliche Entwicklung, der man auf jeden Fall angemessen begegnen müsse. Vor allem in der Domstadt zeige sich der Trend sehr deutlich. Hier stieg die absolute Zahl weiblicher Beschäftigter innerhalb von 10 Jahren von 50.000 auf 93.700.

 

Viele Frauen finden keine passende Stelle

 

Boudih betonte dabei, dass es längst nicht mehr so ist, dass die Frauen freiwillig weniger arbeiten. Bei vielen sei es einfach so, dass sie keine Vollzeitbeschäftigung finden, anders als viele ihrer männlichen Kollegen. Daran erkenne man deutlich, dass es auf dem Kölner Arbeitsmarkt Probleme gebe. Vor allem im Gastgewerbe und in der Bäckereibranche können immer weniger Beschäftigte auf ein reguläres Angestelltenverhältnis hoffen. Hier setzen viele Chefs auf Minijobs, um Sozialabgaben und Steuern zu sparen.

 

Die Folgen dieser Entwicklung seien gravierend. Immer mehr Menschen stürzen in die Altersarmut. Das betreffe vor allem alleinerziehende Mütter. Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft den Abbau befristeter Teilzeitstellen und den Aufbau regulärer Stellen. Nur so könne man der „weiblichen Armut“ auf Dauer vorbeugen.

(Redaktion)


 


 

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