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Asien und Euro-Schwäche setzen Aktienmärkte unter Druck

(ddp). Der Euro ist am Dienstagvormittag auf den tiefsten Stand seit gut vier Jahren gefallen und kostete 1,2115 Dollar. «Risiko ist nicht mehr gefragt», sagte eine Marktteilnehmerin, «alles geht wieder etwas runter.»

Es habe keinen konkreten Anlass für den Fall des Euros gegeben. Allerdings belasteten Sorgen um die Rating -Einstufungen von Frankreich und Italien. Ein französischer Regierungsvertreter habe bereits am Wochenende angedeutet, Frankreich solle sein «AAA»-Rating nicht als gegeben hinnehmen, hieß es.

Die rasche Bewegung beim Fall unter das bisherige Vierjahrestief erklärte die Expertin mit technischen Faktoren. Demnach seien die bisherigen Tiefs getestet und gebrochen und dadurch «technische Levels rausgezogen» worden.

Der weitere Fall der Gemeinschaftswährung setzte auch den Aktienmarkt zusätzlich unter Druck. Im Handel hieß es, dass nach der Abstufung Spaniens nun Frankreich in den Blick gerate.

Auch der Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler werde nun negativ gesehen. «In Asien heißt es, mit den Rücktritten von Politikern mit Wirtschaftskompetenz wie Koch oder Köhler könnte nun das stabilste Euro-Land auch noch in eine politische Krise geraten», sagte ein Händler. In der Folge fällt der DAX bis 11.20 Uhr um 2,1 Prozent auf 5840 Punkte. Ferner verwiesen Händler auf enttäuschende Konjunkturdaten aus China, die erneut Zweifel an der Erholung der Weltwirtschaft nährten. Das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe Chinas hat sich den Einkaufsmanagerindizes zufolge im Mai verlangsamt.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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