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Attraktiver Wirtschaftsstandort Indien

Glamour und Armut

Aber es gibt nicht nur Glanz und Glamour à la Bollywood in Indien. Von den rund 1,1 Mrd. Menschen profitiert nur etwa ein Viertel vom wirtschaftlichen Boom. 22 Prozent der Bevölkerung lebt immer noch unter der Armutsgrenze, überwiegend in den nordöstlichen Bundesstaaten. Dazwischen liegt die breite Schicht, die mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 80 USD auskommen muss. Verantwortlich für die krassen regionalen Unterschiede werden die mehr oder weniger liberal ausgerichteten Regierungen der insgesamt 28 Bundesstaaten gemacht. Die Regionen, die ein investorenfreundliches Klima geschaffen haben, profitieren seitdem von immer neuen Rekorden bei Auslandsinvestitionen und überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Im wesentlichen handelt es sich dabei um die heutigen Wirtschaftszentren in Maharashtra, Tamil Nadu, Karnataka, Gujarat und im Großraum um Neu-Delhi.

Überdurchschnittliches Wachstum in den Wirtschaftszentren
Die größten Erfolge bei ausländischen Direktinvestitionen erzielen immer noch der Bundesstaat Maharashtra mit der Hauptstadt Mumbai und der Großraum um Neu-Delhi. Erst kürzlich haben Daimler Chrysler und Volkswagen angekündigt, Produktionsstätten in der Nähe von Mumbai zu errichten. Zweistellige Wachstumsraten werden im Bundesstaat Tamil Nadu erreicht. Ihre Hauptstadt Chennais gilt inzwischen als das „Detroit Indiens“. Ebenso erfolgreich ist der südliche Bundesstaat Karnataka mit dem indischen „Silicon Valley“ von Bangalore. Die Hauptstadt war auch eine Station der Kölner Indien-Delegation mit Oberbürgermeister Fritz Schramma, neben Mumbai und Neu-Delhi. Das stärkste Wirtschaftswachstum verzeichnet der Bundesstaat Gujarat als bedeutendster petrochemischer Standort des Landes. Vorteilhaft für diese Region ist die geografische Lage mit traditionell wichtigen Häfen und Pipelines.
In Teilbereichen hat die indische Wirtschaft internationale Spitzenklasse erreicht. Dazu zählen die Informationstechnologie, die Pharmazie sowie die Forschung u.a. auf den Gebieten der Raumfahrt und Biotechnologie. Die Wirtschaftsstruktur erlebt derzeit eine deutliche Verschiebung hin zum Dienstleistungsbereich, der heute bereits 54 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht. Verlierer ist die Landwirtschaft, die nur noch mit 20 Prozent zum BIP beiträgt.

Netzwerk für wertvolle Kontakte

Indien wird für die nächsten Jahre ein interessanter Markt für Investoren bleiben, erklärt Wolfgang Haehn. Die Wirtschaft wächst homogen und langsamer als im benachbarten China. Ein Vorteil, weil es den Unternehmen eine kontinuierliche Entwicklung ermöglicht und auch Chancen für einen Start mit wenigen Mitarbeitern bietet. Pauschale Empfehlungen für ein wirtschaftliches Engagement in Indien gibt es nicht, so der Insider. Die DAPG kann aber, je nach Geschäftsziel, wertvolle Kontakte zu Indern aus Deutschland oder vor Ort vermitteln. Dazu bedient sich die Gesellschaft eines breit gefächerten Netzwerks von Experten nach dem Motto, jeder kennt einen, der angerufen werden kann.


 


 

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