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Ausbildung plus Studium

IT-Branche fordert doppelte Qualifikation

(pressebox). 90 Prozent der ausgeschriebenen IT-Stellen in Deutschland erfordern ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Doch das allein reicht nicht. Zusätzlich ist für drei von zehn der angebotenen Jobs inzwischen eine betriebliche Berufsausbildung Pflicht.

Der Grund: Die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule vermittelt neben einer fundierten Fachqualifikation automatisch Berufserfahrung. Erwünschte Soft Skills wie Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit werden durch den Berufsalltag unmittelbar geschult. Zudem sammeln die Lehrlinge Branchenkenntnisse außerhalb des IT-Bereichs, die für ihre späteren Einsatzgebiete notwendig sind. Die Nachfrage nach Fachkräften mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung stieg innerhalb eines Jahres um zehn Prozentpunkte. Das sind die Ergebnisse der Studie "IT-Jobscout 2009 - Stellen für Berufserfahrene" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG.

Mit der Zusatzqualifikation einer Berufsausbildung entwickeln sich die studierten IT-Fachkräfte zu unverzichtbaren Know-how-Trägern. "Heutzutage werden Generalisten mit detailliertem Branchenwissen gesucht. Im Falle einer Bankenfusion geht beispielsweise ein ausgebildeter Banker mit Informatikstudium mit deutlich tiefenschärferem Blick an die Integration zweier IT-Systeme als ein reiner Informatiker, der sich das Wissen über die Strukturen des Bankwesens erst aneignen muss", sagt Thomas Reher, Vorstandsmitglied der PPI AG.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung bleibt allerdings nur eine gefragte Zusatzqualifikation. Nach wie vor ist ein Hochschulstudium für die IT-Karriere unerlässlich. Beste Vorraussetzungen für das Bestehen auf dem IT-Arbeitsmarkt bietet dabei das Informatikstudium. In 67 Prozent der Stellenanzeigen wünschen sich Personaler diese klassische Qualifikation. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Der Grund für die große Nachfrage liegt in der Breite der vermittelten IT-Grundlagen. Diplom-Informatiker können in allen Breichen der Informationstechnologie eingesetzt werden. Besonders für Anwendungsentwickler, IT-Architekten, Qualitätsmanager und Fachkräfte aus dem Support ist ein Informatikstudium die erste Wahl. Für diese Berufszweige geben jeweils mehr als 70 Prozent der Stellenanzeigen einen Informatikabschluss vor.

Doch nicht nur Bewerber mit klassischem Informatik-Diplom haben auf dem IT-Arbeitsmarkt eine Chance. Studierte Wirtschaftsinformatiker werden in 35 Prozent der Stellenanzeigen ausdrücklich gewünscht. Jede dritte Jobofferte für berufserfahrene IT-Fachkräfte fragt zudem nach Wirtschaftswissenschaftlern. Ein Bedarf in gleicher Höhe besteht an Ingenieurwissenschaftlern. Studierte Mathematiker und Naturwissenschaftler haben immerhin laut jeder zehnten Stellenanzeige gute Aussichten auf Bewerbungserfolg.

Zur Studie:

Für den "IT-Jobscout 2009 - Stellen für Berufserfahrene" hat die PPI AG die Online-Stellenangebote der 100 größten IT-Unternehmen Deutschlands untersucht und kann damit einen Querschnitt des deutschen IT-Stellenmarktes abbilden. Insgesamt wurden 751 Stellenanzeigen für Arbeitskräfte mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung von Unternehmen ab 750 Mitarbeiter im Dezember 2008 ausgewertet.

(Redaktion)


 


 

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