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In Kölner Ausstellung geht es "Auf Leben und Tod"

(dapd-nrw). Mit einer ungewöhnlichen Ausstellung widmet sich das Kölner Wallraf-Richartz-Museum Fondation Corboud ab Freitag (17. September) den wesentlichen Themen der Menschheit. Die Schau "Auf Leben und Tod - Der Mensch in Malerei und Fotografie" konfrontiert 40 klassische Gemälde aus dem Museumsbestand mit 70 Fotografien aus dem Besitz des Bielefelder Sammlers Lutz Teutloff.

"Dabei zeigen wir, wie stark zeitgenössische Fotografen und Fotokünstler von den kunsthistorischen Vorbildern geprägt sind", sagte Ausstellungskurator Roland Krischel der Nachrichtenagentur dapd. Inwieweit diese Prägung aber bewusst erfolgt sei, könne man im Einzelfall nur schwer sagen.

Der Sammler Teutloff hatte sich vor drei Jahren nach der damals umstrittenen Foto-Ausstellung "Hotel California" im Wallraf an das Museum gewandt. Bei der Suche nach möglichen Anknüpfungspunkten mit der Sammlung wurde Krischel rasch fündig: "Diese Fotografien setzen sich im wesentlichen mit den existenziellen Themen der Menschen auseinander, also Geburt, Tod, Schmerz, Schönheit, Jugend und Alter. Themen, die sich natürlich im großen Umfang auch bei den Gemälden unserer Sammlung wiederfinden lassen".

So werden die Ausstellungsbesucher in neun Stationen durch einen kompletten Lebenszyklus geführt, beginnend bei Kindheit bis hin zum Tod und der Geburt als Beginn des neuen Lebens. "Wir zeigen, wie sich mittelalterliche Madonnen-Darstellungen in zeitgenössischen Reportagefotos von afrikanischen Flüchtlingsmüttern und ihren Kindern wiederfinden lassen. Auch bei den Darstellungen von Kindern, Schönheitsidealen, Beziehungen oder Alter lassen sich sofort Bezüge zwischen Gegenwart und Alten Meistern herstellen. Die klassischen Bildformeln wirken bis in die heutige Zeit fort", erläutert Krischel. Die moderne Fotografie zitiere diese Klassiker, auch um sie zu verfremden oder zu parodieren.

Arbeiten unter anderem von Herlinde Koelbl, Helmut Newton oder Nan Goldin hängen Werken aus dem Museumsbestand gegenüber, die teilweise seit über hundert Jahren nicht mehr öffentlich gezeigt worden sind. "Diese Gemälde wurden teilweise restauriert und neu gerahmt. Es sind wirkliche Entdeckungen", betont Krischel.

Ungewöhnlich ist auch die Präsentation. Der Kurator entschied sich für eine sogenannte "Trompe-lÆoeil"-Gestaltung, bei der Linien auf den Wänden dem Betrachter eine räumliche Tiefe vortäuschen, die tatsächlich nicht vorhanden ist. "So konnten wir Gemälde und Fotografien von stark unterschiedlicher Größe neben einander hängen, was sonst verpönt ist. Doch durch die Linienführung rechnet das menschliche Auge die Werke in etwa gleich groß."

"Auf Leben und Tod" ist nach der Eröffnung dienstags, mittwochs und freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr, donnerstags von 10.00 bis 22.00 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

(Michael Wojtek dapd)


 


 

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