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Flaute in Europas Autohäusern - Pkw-Verkäufe sinken im August erneut

(dapd). Im August kamen die guten Nachrichten für Autohersteller erneut überwiegend von den Märkten außerhalb Europas. Wie der Verband der Europäischen Autohersteller (ACEA) am Donnerstag mitteilte, verkauften die Händler in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz im August mit 731.500 Neuwagen 12 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Dagegen verzeichneten die Pkw-Hersteller laut Verband der Automobilindustrie (VDA) vor allem in den asiatischen Länder China, Indien und Japan Verkaufszuwächse zwischen 21 und 40 Prozent.

Infolge des erneuten Rückgangs in Europa drehte auch die Jahresbilanz nach einem positiven ersten Halbjahr ins Minus. In den ersten acht Monaten setzte die Branche europaweit 9,3 Millionen Autos und damit drei Prozent weniger als Vorjahr, wie ACEA weiter mitteilte. Damals hatten allerdings in zahlreichen Ländern staatliche Kaufanreizprogramme für einen Kundenansturm in den Autohäusern gesorgt. Vor allem in Deutschland - Europas größtem Automarkt - brachen die Verkaufszahlen nach dem Ende der Abwrackprämie ein. Sowohl im Juli als auch im August wurden jeweils knapp ein Drittel weniger Autos an die Kunden übergeben.

In Italien seien im Juli ein Fünftel und im August ein Viertel weniger Autos verkauft worden, hieß es weiter. In Frankreich, wo die Verschrottungsprämie ausläuft, betrug das Minus den Angaben zufolge im Juli 13 und im August 8 Prozent. In Großbritannien wurden 13 und 18 weniger Pkw abgesetzt. In Spanien führten die Mehrwertsteueranhebung und das Ende der Prämie in beiden Monaten zu jeweils knapp einem Viertel weniger Verkäufe.

In der Folge verbuchte Europas Branchenprimus Volkswagen im August europaweit ein Zehntel Verkäufe. Opel musste einen Rückgang von 14 Prozent hinnehmen. Daimler verkaufte drei Prozent weniger Mercedes-Benz und Smart. Bei BMW belief sich das Minus auf 8 Prozent. Toyota, Peugoet, Ford Fiat und Honda verzeichneten teils hohe zweistellige Einbrüche.

Positive Nachrichten ereilten die Hersteller dagegen aus Ländern anderer Kontinente. In China stiegen laut VDA die Verkäufe im August trotz nachlassender Dynamik immer noch um ein Fünftel. Seit Jahresbeginn wurden damit mehr als 7 Millionen Pkw verkauft, ein Zuwachs um 41 Prozent. In Indien belief sich das Verkaufsplus auf ein Drittel. In Japan trieb die Umweltprämie die Kunden in die Autohäuser - in der Folge kletterte der Absatz um 40 Prozent und seit Jahresbeginn um mehr als ein Fünftel. In Brasilien wurde den Angaben zufolge nach einer Verschnaufpause im August wieder ein Fünftel mehr Autos abgesetzt als im Vorjahr.

In den USA konnten die deutschen Hersteller in einem insgesamt rückläufigen Markt ihre Verkäufe im August steigern. Allerdings sei das Minus von 20 Prozent bei Light Vehicles auf einen starken Vorjahresmonat zurückzuführen, als in den USA das dortige Abwrackprogramm zu einer Belebung geführt hatte.

(Michael Wojtek dapd)


 


 

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