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Landgericht verhandelt verbotenes Automaten-Glücksspiel

(ddp-nrw). Wegen kriminellen Automatenglücksspiels in großem Stil müssen sich ab Freitag (30. April, 9.15 Uhr) drei Männer vor dem Kölner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Steuerhinterziehung, Urkundenfälschung, Betrug und Hehlerei vor. Insgesamt sollen sie Einkommens- und Umsatzsteuer in Höhe von über drei Millionen Euro hinterzogen haben.

Laut Ermittlungen der Polizei hatten die Männer über Jahre Geldspielautomaten in Gaststätten, Cafés und türkischen Kulturvereinen aufgestellt, mit Schwerpunkt im Kölner Stadtteil Mülheim. Außerdem betrieben sie acht eigene Spielhallen. Dabei sollen sie auch Spielautomaten aufgestellt haben, deren Betrieb seit 2006 verboten ist. Hierbei handelt es sich um sogenannte Fun-Games, bei denen einerseits enorm hohe Gewinne möglich sind, andererseits innerhalb einer Stunde ein Verlust von mehreren Tausend Euro für den Spieler keine Ausnahme ist. Bei legalen Geräten darf aus Gründen des Spielerschutzes der durchschnittliche Verlust pro Stunde 80 Euro nicht übersteigen.

Die Auszahlung der Gewinne bei den illegalen Geräten soll in der Regel hinter dem Ladentisch des Betreibers erfolgt sein. Der Erlös aus diesen Geschäften sei nicht versteuert worden.

Bei den Ermittlungen gegen die Männer wurden im vergangenen September 80 Wohnungen und Gewerbebetriebe im Großraum Köln durchsucht. Dabei wurden über 150 Spielautomaten beschlagnahmt.

Die 9. Große Strafkammer hat zunächst 22 Verhandlungstage vorgesehen. Mit einem Urteil wird für den 14. Juli gerechnet.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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