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PWC-Studie „Kostenmanagement“

Automobilindustrie: Personalabbau ist kein Thema

Kostenverursacher bleiben oft unerkannt

Die weitaus meisten Unternehmen nennen Material (70 Prozent) und Personal (57 Prozent) als wesentliche Kostenfaktoren. Deutlich seltener führen die Befragten die entstehenden Kosten auf Entwicklungsprozesse (16 Prozent), Fertigungsprozesse (15 Prozent) oder Kundenanforderungen zurück (zwölf Prozent). "Den Unternehmen ist zwar klar, für welche Ressourcen sie Geld ausgeben. An welcher Stelle im Produktionsprozess welche Kosten entstehen, können viele aber nicht genau beziffern. Eine umfassende Kostensteuerung ist unter diesen Voraussetzungen kaum möglich", kommentiert Wegner.

Die verbreitete Vernachlässigung der Prozesskosten durch das Kostenmanagement ist auch auf die verwendeten Methoden und Instrumente zurück zu führen. So setzen über 90 Prozent der Befragten die Deckungsbeitragsrechnung sehr häufig oder häufig ein, obwohl sich mit diesem Instrument keine Prozesskosten oder transparenten Produktkosten ermitteln lassen. Andererseits zeigen die Studienergebnisse, dass moderne Methoden wie z.B. das Zielkostenmanagement häufig keine aussagekräftigen Ergebnisse liefern. Wegner: "Gerade kleinere Unternehmen sind häufig mit der Implementierung neuer Kostenmanagement-Instrumente überfordert. Das liegt an fehlender Erfahrung und der unzureichenden Unterstützung durch die Unternehmens-IT."

Defizite bei Kooperation mit Zulieferern

Für die Automobilproduktion ist eine immer stärkere Auslagerung von Fertigungs- und Entwicklungsschritten von den Herstellern an Zulieferer und Systempartner kennzeichnend. Obwohl es naheliegend wäre, Kosten über die gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren, zeigt die Studie Defizite bei der Kooperation zwischen Zulieferbetrieben und Autoherstellern auf. So sind 80 Prozent der Autohersteller davon überzeugt, dass sie beim Kostenmanagement mit ihren Lieferanten zusammenarbeiten. Umgekehrt sind jedoch nur 60 Prozent der Systemlieferanten der Ansicht, dass die Hersteller beim Kostenmanagement mit ihnen kooperieren.

Wegner: "Es scheint, dass die Autohersteller ein Kostenproblem häufig bereits dann für gelöst halten, wenn sie es an ihre Lieferanten weiter reichen. Aus Sicht der Zulieferer steigt der Kostendruck, ohne dass von einer Kooperation die Rede sein kann. Durch dieses Vorgehen geben die Hersteller einen Hebel aus der Hand, mit dem sie Prozesse bei den Zulieferern direkt beeinflussen und bessere Resultate als mit reinen Preisvorgaben erzielen könnten."

Die Studie "Kostenmanagement in der Automobilindustrie: Bestandsaufnahme und Zukunftspotenziale" können Sie unter www.pwc.de
herunterladen.

 
Quelle: PricewaterhouseCoopers AG

(Redaktion)


 


 

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