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Sinn: Begrenzung von Banker-Boni macht Finanzmärkte nicht sicherer

(ddp.djn). Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, lehnt die geplante Begrenzung der Boni von Bankern ab. «Mit der Begrenzung der Manager-Gehälter ist die Politik überfordert», sagte Sinn am Montag im Gespräch mit dem Onlineportal des «Handelsblatts». Dies sei «kein Beitrag, die Finanzmärkte krisenfester zu machen».

Zur Lösung des Problems schlägt der Ifo-Chef vielmehr höhere Eigenkapitalquoten und eine staatliche Mitbeteiligung im Krisenfall vor. «Nur wenn der Anteil der Verluste, der vom Eigenkapital getragen wird, erhöht wird, setzen sich wieder solidere Geschäftsmodelle mit entsprechenden Entlohnungssystemen für die Manager durch», betonte Hans-Werner Sinn.

Gleichwohl hält Sinn die Kritik an der Kurzfristorientierung und dem «Glücksrittertum der Banken» für berechtigt. Diese Mängel resultierten aber daraus, «dass die Eigentümer der Banken angesichts des niedrigen Eigenkapitals, das sie einsetzten und angesichts der zu erwartenden Staatshilfen an den Gewinnen voll, an den Verlusten jedoch nur teilweise beteiligt waren», erläuterte Sinn.

Das Thema Bonuszahlungen steht vor allem auf Bestreben der Europäer bei dem G-20-Treffen in Pittsburgh auf der Agenda. Die europäischen Länder wollen bei dem Gipfel am Donnerstag und Freitag entschieden auf Grenzen bei Bonus -Zahlungen drängen.

(ddp)


 


 

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