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Bayer-Chef fordert von Beschäftigten mehr Flexibilität

(ddp-nrw). Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer blickt trotz der schweren globalen Wirtschaftskrise «relativ zuversichtlich» in die Zukunft. Der Konzern profitiere von seiner Ausrichtung auf die weniger von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängigen Life-Science-Bereiche, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning am Dienstag auf der Hauptversammlung in Düsseldorf.

Gleichzeitig verwies er darauf, dass sich der DAX-Konzern etwaigen Kürzungen von Produktionskapazitäten im Markt nicht werde entziehen können. Betriebsbedingte Kündigungen sind derzeit im Bayer-Konzern am Standort Deutschland bis zum Jahresende ausgeschlossen. Wenning kündigte die Aufnahme von Gesprächen über eine sich zeitlich anschließende, angemessene Regelung an. «Dabei benötigen wir sicherlich mehr Flexibilität - bei den Löhnen, bei den Arbeitszeiten und bei den Einsatzorten».

Im ersten Quartal dieses Jahres hatte die weltweite Wirtschaftskrise deutliche Spuren bei dem Leverkusener Konzern hinterlassen. Vor allem das Kunststoffgeschäft (MaterialScience) belastete Umsatz und Gewinn stärker als erwartet. Bayer hatte in der Sparte weltweit frühzeitig mit vorübergehenden Stilllegungen, Produktionsdrosselungen und dem Abbau von Arbeitszeitguthaben reagiert. In Deutschland wurde Kurzarbeit vereinbart. Die Sparten Gesundheit und Pflanzenschutz zeigten sich dagegen weitgehend krisenresistent.

Am Dienstag erneuerte Wenning seine Aussage, dass das Ziel, den Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ( Ebitda ) im Gesamtjahr auf fünf Prozent zu begrenzen, «zunehmend ambitioniert» sei. Im Falle einer spürbaren Belebung des MaterialScience-Geschäfts halte er ein Erreichen des Ziels aber weiter für möglich.

2008 hatte Bayer mit 108 000 Mitarbeitern weltweit einem Umsatz von 32,9 Milliarden Euro, ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Sonderaufwendungen (Ebitda)von 6,9 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Hauptversammlung wurde auf der Grundlage des operativ erfolgreichsten Jahres in der Unternehmensgeschichte eine um 3,7 Prozent erhöhte Dividende von 1,40 Euro je Aktie vorgeschlagen.

(ddp)


 


 

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