Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell Recht & Steuern
Weitere Artikel
Vertretung

Rechtstipp: Keine befristete Vertretung mit höherer Tarifstufe

(ddp.djn). Arbeitgeber dürfen befristete Arbeitsverträge mit Vertretungskräften mehrfach verlängern. Allerdings darf der auf Zeit eingestellte Arbeitnehmer nur Aufgaben übernehmen, die der vertretene Kollege ebenfalls ausüben könnte. Daraus folgt, dass eine Vertretungskraft nicht in einer höheren Tarifstufe eingruppiert sein darf als der vertretene Arbeitnehmer, wie das Landesarbeitsgericht Köln entschied.

Damit war die Klage einer Gerichtsangestellten gegen die fortgesetzte Befristung ihres Arbeitsvertrags erfolgreich. Die Klägerin war acht Jahre lang als Vertretungskraft beschäftigt gewesen und im Laufe der Zeit in eine höhere Vergütungsgruppe aufgestiegen als die von ihr vertretene Kollegin. Die Richter stellten fest, dass die Klägerin damit keine Vertretungskraft mehr sei und daher auch nicht erneut befristet beschäftigt werden könne. Denn der Arbeitgeber könne der vertretenen Kollegin bei ihrer Rückkehr nicht einfach die Aufgaben der Klägerin zuweisen, sondern müsse zunächst einen neuen Arbeitsvertrag mit höherer Tarifstufe mit der Rückkehrerin abschließen.

(LAG Köln, Urteil vom 26. Januar 2009, AZ: 5 Sa 1025/08)

(ddp)


 


 

Vertretung
befristete Vertretung
Tarifstufe
Arbeitsvertrag mit Vertretungskraft
Landesarbeitsgericht

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Vertretung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: