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Zumwinkel droht noch vor Ostern Anklage in Telekom-Affäre

(ddp-nrw). In der Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom erwartet die Staatsanwaltschaft Bonn bald eine Entscheidung. Ob sie den Ex-Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und den früheren Vorstandschef Kai-Uwe Ricke wegen des Ausspionierens von Telefonaten anklage, werde wohl noch vor Ostern entschieden, sagte Oberstaatsanwalt Fred Apostel dem «Handelsblatt» (Montagausgabe).

Das hänge davon ab, ob der Ermittlungsrichter den Hauptbelastungszeugen - Staranwalt Michael Hoffmann-Becking - zu einer Aussage zwingt. Apostel erwarte die Entscheidung des Richters in den nächsten Tagen.

Hoffmann-Becking habe Klaus Zumwinkel und Ricke 2005 beraten, als die Telefondaten erhoben wurden. Der Anwalt habe Zumwinkel und Ricke schwer belastet, beruft sich inzwischen aber auf seine Schweigepflicht. «Die Aussage von Hoffmann-Becking ist ein zentraler Punkt in den Ermittlungen», sagte Apostel. Muss er aussagen, wird Zumwinkel vermutlich angeklagt. Um Ricke anzuklagen, reichen die Beweise aber offenbar nicht.

Die Staatsanwaltschaft Bonn untersucht seit Frühjahr 2008 die Bespitzelungsaffäre bei der Telekom. Nach Angaben der Ermittler hat das Unternehmen 2005 und 2006 die Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten der Telekom, Angehörigen des Betriebsrats, Journalisten, aber auch von Dritten wie ver.di-Chef Frank Bsirske ausgespäht, die mit dem Konzern nicht unmittelbar zu tun haben. Insgesamt ist von mindestens 55 Personen die Rede.

(ddp)


 


 

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