Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell Recht & Steuern
Weitere Artikel
Betriebsaufspaltung

Gesellschafter muss nicht Eigentümer der überlassenen Immobilie sein

Im Normalfall entsteht eine Betriebsaufspaltung dadurch, dass ein beherrschender Gesellschafter (Besitzunternehmer) seiner GmbH eine ihm gehörende betriebswichtige, sog. wesentliche Betriebsgrundlage überlässt.

Die sachliche Verflechtung setzt aber nicht unbedingt die Überlassung einer im Eigentum des Gesellschafters stehende Immobilie voraus. Wie der BFH mit Urteil vom 18.8.2009 klargestellt hat, genügt es, dass der Besitzunternehmer das Grundstück aus eigenem Recht nutzen kann und zur Nutzungsüberlassung an Dritte, die Betriebs-GmbH, berechtigt ist.

Personelle plus sachliche Verflechtung ergibt eine Betriebsaufspaltung , wobei nach höchstrichterlicher Rechtsprechung fast jede Immobilienüberlassung zur sachlichen Verflechtung führt. Diese Konstruktion, bei der die GmbH-Anteile Betriebsvermögen sind, kann ihre (steuerlichen) Reize haben. Sie bringt aber auch Nachteile mit sich. Daher ist jeder GmbH-Gesellschafter, der seiner Gesellschaft ein betriebswichtiges Wirtschaftsgut überlassen will, gut beraten, vorher die negativen und positiven Steuerfolgen einer etwaigen Betriebsauspaltung zu prüfen, sie gegeneinander abzuwägen und bei nicht gewollter Betriebsaufspaltung mithilfe eines steuerlichen Beraters wirksame Vermeidungsstrategien in Angriff zu nehmen.

(VSRW-Verlag)


 


 

Betriebsaufspaltung
Gesellschaft
BFH
Verflechtung
Eigentum

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Betriebsaufspaltung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: