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Betty: Revolutionäre TV-Dame macht den Fernsehabend interaktiv

Eine neue Dame ist in Begriff die uns bekannte Fernsehwelt von der bisherigen tristen, einseitigen Berieselung zu befreien. Betty, so der Name der mysteriösen TV-Schönheit, ist – oberflächig betrachtet – nichts mehr als eine innovative Fernbedienung, die das Fernsehen in Zukunft interaktiver gestalten soll, versteckt aber unter der technischen Schale das Potenzial für eine digitale (Werbe-)Revolution.

Bettys Kern besteht aus einer modernen, schlank-anmutigen Fernbedienung mit Display und programmierbaren Zusatzdaten, die als Ersatz für bereits vorhandene TV-Fernbedienungen konzipiert ist. Jedoch dient Betty nicht als vollwertige Universalfernbedienung, da zusätzliche Komponenten nur dann noch angesteuert werden können, wenn nach der Programmierung der TV-Kommandos überhaupt noch freie Tasten übrig bleiben.

Neben dem Einkaufspreis von 40 Euro verdient Betty an werblichen Einnahmen, die jedoch nur 30 Prozent der gesamten Einnahmenquellen ausmachen sollen, sowie aus kostenpflichtigen Zuschaueraktionen, wie Votings oder Gewinnspiele. Die Mehrwertdienste kosten jedoch zur Zeit nicht mehr als 50 Cent pro Teilnahme; in dieser Hinsicht unterscheidet das neue Produkt nicht von klassischen Call-In-Formaten. Was aber macht Betty so besonders? Was kann die Fernbedienung?

Bettys zentrale Aufgabe besteht darin, das Fernsehen für die Zuschauer spannender, attraktiver und vor allem interaktiver zu machen. Den Sendern wird damit erstmalig die Möglichkeit gegeben, direkt und synchron zur Sendung mit den Zuschauern in Kontakt zu treten.

Laut der Vorstellung der Firma Betty TV könnte ein gemütlicher Fernsehnabend in Zukunft so aussehen: Während sich der Film-Held in einen maßgeschneiderten Designer-Anzug wirft, fordert Betty den Zuschauer per Signalton dazu auf, sich an die Marke des Anzuges aus des letzten Films zu erinnern. Im Anschluss hat der Zuschauer die Möglichkeit, sich über Rabatt-Aktionen einzelner Designer sowie über die neueste Mode zu informieren. Zusätzlich kann der Zuschauer das beworbene Produkt direkt per Fernbedienung bestellen. Gezahlt wird per Kreditkarte, Telefonrechnung oder Lastschriftverfahren.
Betty, zusammen mit dem jeweiligen Fernsehprogramm, soll nach Meinungen fragen, zusätzliche Informationen liefern, zum Wetten oder Abstimmen verleiten, Gewinne und vor allem Prämien verteilen. Und dies alles ohne das laufende Programm in irgendeiner Weise zu beeinflussen.

Mehr als nur TV: Betty vereint Direktmarketing, Zielgruppen-Targeting und Kundenbindung

Ähnlich dem Videotext sind Betty-Inhalte im nicht sichtbaren Signalbereich eines Fernsehsenders eingebettet. Ein zugehöriger Scart-Adapter liest diese aus und sendet sie per Funk an die Fernbedienung, die den Zuschauer auf die neu eingegangenen Daten aufmerksam macht. Nimmt der Zuschauer die zur Verfügung stehenden Daten an, sendet Betty – ganz geschwätzig – die Information erneut an ein Analog-Modem, welches dann wiederum Kontakt zur Zentrale aufnimmt.

Genau in diesem wechselseitigen Informationsfluss liegt der Nutzen und zugleich die Gefahr der TV-Dame: Mit den übermittelten Daten kann der Betreiber Nutzerprofile, genau differenzierte Zielgruppen, erstellen. Betty ermöglicht es den Werbetreibenden potenzielle Kunden nach geographischen Gebieten, Interessen und soziodemographischen Merkmalen, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf oder der Anzahl der Kinder, zu sortieren. Eine andere Möglichkeit bietet sich durch eine Aufzeichnung der TV-Nutzungsdauer; Sender könnten demnächst genau dokumentieren, bei welcher Sendung der Zuschauer wegschaltet bzw. besonders lange zusieht.

Zwar dementiert die Firma Betty TV die denkbare Entwicklung zum „gläsernen“ Zuschauer vehement, doch ist mittels der gesendeten Inhalte, der Betty-Events, eine zielgruppengerechte Bewerbung vereinzelter Produkte durchaus möglich. Durch die Reduzierung von Kosten und Streuverlust wird Betty zu einem optimalen Instrument, den Abstand zwischen Werbe-Empfänger und Konsument zu verkleinern. Vielerlei Bonusprogramme, die durch die Teilnahme von Aktionen gesammelt werden können und unter dem Menüpunkt „Sofameilen und Prämien“ eingelöst werden können, ermöglichen eine spielerische Kombination aus Targeting, Feierabend-Bequemlichkeit und spannender Interaktion.

Betty läuft bereits seit Dezember äußerst erfolgreich in der Schweiz, wo die Zuschauer per Fernbedienung eifrig über den Auftritt von Kandidaten etwa bei Casting-Shows entschieden. In Deutschland startete bereits im Januar 2007 eine umfangreiche Werbeaktion rund um die „alleskönnende“ Fernbedienung. Einen Monat später ging Betty dann offiziell an den Start und ergatterte bereits Kooperationen mit den Sendern ProSieben, Sat.1 und kabel eins.

(Redaktion)


 


 

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