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Bilfinger Berger verspricht «lückenlose Aufklärung»

(ddp-nrw). Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger hat eine lückenlose Aufklärung möglicher Unregelmäßigkeiten beim Bau der Kölner U-Bahn und der ICE-Strecke München-Nürnberg versprochen und auch personelle Konsequenzen nicht ausgeschlossen.

Der Vorstandsvorsitzende Herbert Bodner sagte am Montag, Bilfinger Berger sei offenbar von kriminellen Machenschaften betroffen, bei denen das Kontrollsystem des Konzerns nicht gegriffen habe. Das Unternehmen werde jetzt Maßnahmen treffen, damit sich so etwas nicht wiederhole.

Das Unternehmen werde als Teil der Arbeitsgemeinschaft (Arge) der am Kölner U-Bahnbau beteiligten Firmen eng mit dem Auftraggeber, den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB), zusammenarbeiten, um die Vorgänge rückhaltlos auszuklären. Die mit Hochdruck durchgeführten Untersuchungen bezüglich der Bewehrungen und der Messprotokolle von Erdankern seien aber noch nicht abgeschlossen und die Unfallursache sei noch nicht geklärt, sagte Bodner. «Die Kardinalfrage - Wie konnte es zu diesem Unfall kommen? - bleibt vorläufig ungelöst». Bodner kündigte für Mittwoch eine Pressekonferenz der Arge Köln zum Stand der Untersuchungen an.

Mit Blick auf ein Vorermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen möglicher Unregelmäßigkeiten beim Bau der ICE-Strecke München-Nürnberg sagte Bodner, Bilfinger Berger habe dabei in einer Arge mit anderen Unternehmen im sogenannten Südlos Spezialarbeiten im Zusammenhang mit Erdankern durchgeführt. Die Vorwürfe beträfen aber mögliche Unregelmäßigkeiten beim Nordlos, an dem das Unternehmen nicht beteiligt gewesen sei. Trotzdem werde den Hinweisen nachgegangen, «bis die Dinge aufgeklärt werden». Bislang hätten sich keine Auffälligkeiten ergeben.

Die Deutsche Bahn verlangte derweil von Bilfinger Berger Informationen über mögliche Mängel an der Hochgeschwindigkeitstrasse. «Wir fordern Bilfinger Berger ultimativ auf, uns sofort alle Informationen offenzulegen, die eine Überprüfung konkreter Bauwerke ermöglichen», sagte DB-Infrastrukturvorstand Volker Kefer. Für eine schnelle Aufklärung sei die Bahn «zwingend» auf Hinweise des Mannheimer Bauunternehmens angewiesen.

(ddp)


 


 

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