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BKK, DAK und IKK legen Grundstein für integrierten IT-Konzern

Am 14. November haben BKK Bundesverband, die DAK, der IKK-Bundesverband sowie weitere Krankenkassen eine Vereinbarung zur umfassenden und intensiven Zusammenarbeit im Bereich der Informationstechnologie sowie für IT-nahe Dienstleistungen unterzeichnet.

Ziel ist es, im nächsten Jahr eine IT-Holding zu gründen. In die neue Holding sollen die Gesellschaften und Rechenzentren der Beteiligten einfließen. Damit wird der größte Anbieter von kompletten IT-Lösungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung entstehen. Zu den Kunden zählen dann ca. 220 Krankenkassen mit 26 Millionen Versicherten und einem Marktanteil von rund 40 Prozent in der GKV. Allein bei den beteiligten Krankenkassen werden 45.000 Mitarbeiter künftig bei ihrer Arbeit optimal unterstützt. "Wir schaffen effiziente Organisationsstrukturen und belegen die Innovationsfähigkeit der Gesetzlichen Krankenversicherung", sagte Claus Moldenhauer, stellvertretender Vorstands-vorsitzender der DAK.

"Mit dieser Kooperation beweisen die Kassen, dass die gewünschte kassenartenübergreifende Zusammenarbeit zur Verbesserung von Wirtschaftlichkeit auch ohne gesetzliche Zwangsmaßnahmen möglich ist. Die Selbstverwaltung handelt vorausschauend und entschlossen", erklärte Wolfgang Schmeinck, Vorstandsvorsitzender des BKK Bundesverbandes. Im angestrebten Endausbau wird der so entstehende Konzern mit einem Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr und über 1.000 Mitarbeitern zu den größten deutschen Dienstleistern im IT-Markt zählen.

Die beteiligten Kassen und Verbände erwarten einen deutlichen Effizienzgewinn, da bestehende Strukturen optimiert und somit Ressourcen für die Herausforderungen bei der Einführung neuer IT-Lösungen eingesetzt werden können. Dazu wird in einem ersten Schritt beispielsweise auch die Umsetzung der neuen elektronischen Gesundheitskarte gehören. Zudem sollen in der Holding Softwareentwicklung, Rechenzentrumsbetrieb, Netzmanagement und weitere IT-nahe Dienstleistungen aus einer Hand angeboten werden. "Mit dem Blick über die Grenzen der Kassenarten und dem Versuch, ein IT-Angebot aus einer Hand zu konzipieren, gehen wir einen völlig neuen Weg. Dies kann auch für andere strategische Bündnisse in der Zukunft eine Blaupause sein. Die Holding steht auch anderen Kassen offen", erläuterte Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des IKK-Bundesverbandes.

Die Gründung ist bis zum 30.06.07 geplant. Im Rahmen einer funktionalen gesellschaftsrechtlichen Lösung sollen die heute bestehenden Unternehmen ISKV GmbH, ISC WEST eG, GSKV GmbH, Rechenzentrum der IKK Baden-Württemberg und Hessen sowie die IT der DAK strategisch neu ausgerichtet werden.

Die Beteiligten BKK Bundesverband und IKK-Bundesverband prüfen zusätzlich die Einbringung von IT-Leistungen und Kapazitäten aus dem jeweiligen Verband in den entstehenden Konzern. Das Angebot der IT-Lösungen richtet sich auch an Krankenkassen und andere Einrichtungen in der Sozialversicherung, die beim Start noch nicht dabei sind.

(k.olbrisch)


 


 

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