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WAZ-Geschäftsführer Hombach nach Magazin-Aus unter Druck

(ddp-nrw). Nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Beteiligung des WAZ-Konzerns an dem von Ex-«Spiegel»-Chefredakteur Stefan Aust entwickelten Nachrichtenmagazin gerät WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach offenbar unter Druck.

Laut einem Bericht der «Financial Times Deutschland» (Montagausgabe) soll das Entwicklungsprojekt die Essener Verlagsgruppe rund fünf Millionen Euro gekostet haben. Bodo Hombach habe dabei womöglich seine Kompetenzen überschritten, weshalb nun geprüft werde, ob Gesellschafter auf Schadenersatz und Untreue klagen.

Die WAZ-Gruppe hatte Aust im vergangenen Jahr mit der Entwicklung eines Wochenmagazins beauftragt. Aust entwickelte in Hamburg mit einem mehr als 20-köpfigen Team mehrere Nullnummern, im Frühjahr schien eine Markteinführung im Spätsommer oder Herbst bereits sicher. Neben dem Essener Konzern galt auch die Axel Springer AG als möglicher Gesellschafter.

Beide Verlage kündigten Anfang Mai überraschend an, sich nicht an dem Magazin zu beteiligen und begründeten die Entscheidung mit dem «gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld». Der frühere WAZ-Verleger Günther Grotkamp sagte der «FTD» nun: «Das wusste man doch schon vorher.» Der Anzeigenmarkt sei bereits vor zwei, drei Jahren eingebrochen.

Der WAZ-Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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