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Aktienmarkt dreht vollständig ins Minus - Post und EADS unter Druck

(ddp.djn). Der deutsche Bist am Dienstag nach uneinheitlichem Start bis zum Mittag vollständig ins Minus gerutscht. Der Leitindex DAX fiel bis 13.15 Uhr um 0,6 Prozent auf 5843 Punkte. Der MDAX gab 1,2 Prozent auf 7747 Zähler nach, und der TecDAX verlor 0,6 Prozent auf 823 Punkte.

«Mit der Entspannung um die griechischen Haushaltsprobleme hat sich die Stimmung zwar deutlich verbessert, es fehlt allerdings ein überzeugender Auslöser für weitere Kursgewinne», sagte ein Händler am Morgen. Weder von den Börsen aus den USA noch aus Asien seien Impulse ausgegangen, ebenso dünne die Nachrichtenlage weiter aus.

Der Euro gab zum Dollar deutlich nach und wurde gegen 13.15 Uhr zu 1,3556 Dollar gehandelt. Am Morgen hatte die Gemeinschaftswährung noch bei 1,3613 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank hatte am Montag einen Referenzkurs von 1,3662 Dollar festgestellt. «Es hat den Anschein, dass die Politiker des Euroraums die Chance, die sich nach der Entspannung um die griechischen Haushaltsprobleme geboten hat, nicht nutzen», sagt Ulrich Leuchtmann, Chef des Währungsresearchs bei Commerzbank Corporates & Markets. Statt sich mit den Ursachen zu beschäftigen, versuche man in Form der «Spekulanten» die Symptome zu bekämpfen. Das sei enttäuschend.

Im DAX standen Deutsche Post an der Spitze der Verlierer. Nach der Veröffentlichung der Zahlen für 2009 verlor die Aktie 2,0 Prozent auf 12,55 Euro. «Die Zahlen sind schwach», sagte ein Händler. Sowohl das Ergebnis als auch der Gewinn hätten die Erwartungen deutlich verfehlt. «Auch der Ausblick wird den Drang zu Gewinnmitnahmen wohl nicht stoppen», ergänzte der Händler. Daimler und Commerzbank verloren knapp zwei Prozent. Dagegen stiegen RWE um 1,4 Prozent auf 64,47 Euro. Zu den wenigen Gewinnern zählten auch Fresenius und Fresenius Medical Care.

In der zweiten Reihe wurden die Verlierer von Aareal Bank angeführt, die sich um 5,2 Prozent auf 15,40 Euro ermäßigten. EADS verloren nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2009 4,4 Prozent auf 15,15 Euro. «Die Zahlen passen zu den schlechten Nachrichten», sagte ein Händler. Dagegen stiegen Bauer um 5,5 Prozent auf 33,75 Euro und waren mit Abstand stärkster Wert.

Im TecDAX verloren Manz Automation 3,9 Prozent auf 59,61 Euro. Nordex büßten 3,2 Prozent auf 9,05 Euro ein. Dagegen gewannen Smartrac 6,1 Prozent auf 17,19 Euro. Phoenix Solar stiegen um 5,5 Prozent auf 29,00 Euro. Die am Morgen vorgelegten Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr sind Händlern zufolge besser als erwartet ausgefallen.

(ddp)


 


 

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