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Boomende digitale Wirtschaft leidet unter Personalmangel

Mit konkreten Maßnahmen den Fachkräftemangel in den Griff bekommen

Dank der gestiegenen Umsätze konnte die Branche im vergangenem Jahr auch wieder viele neue Arbeitsplätze schaffen. Demzufolge ist die Zahl der Festangestellten durchschnittlich um 24 Prozent gestiegen. "Leider verdecken diese Zahlen, was die Branche derzeit am meisten beschäftigt, nämlich der eklatante Mangel an geeigneten Fachkräften", fasst BVDW-Vizepräsident Harald R. Fortmann (Advertising.com Deutschland GmbH) die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zusammen. "Als Verband stehen wir hier in der Pflicht, Beteiligte und Betroffene an einen Tisch zu holen, um nach Lösungen zu suchen", so Fortmann weiter. Der BVDW plant vor diesem Hintergrund eine großangelegte Initiative unter Beteiligung verschiedener, privatwirtschaftlicher wie öffentlicher Bildungsträger, der Marktteilnehmer sowie anderer Organisationen und der Öffentlichen Hand starten.

Schlechtere Wettbewerbsposition durch Überregulierung

BVDW-Präsident Arndt Groth (ePages Software GmbH) erinnert in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass die Versuche, auf politischer Ebene Maßnahmen in Gang zu setzen, mit dem der beschriebenen Entwicklung im Zusammenspiel mit der Wirtschaft hätte entgegengewirkt werden können, bisher keine sichtbaren Ergebnisse gebracht haben. "Am deutlichsten zeigen das die Ausweitung der GEZ-Gebühren auf Unternehmen und Freiberufler, das starre Festhalten an einem anachronistischen Rundfunkstaatsvertrag sowie die populistische Debatte um die Speicherung von Verbindungsdaten." Die Branche sei hier mit Hinblick auf die Themen IPTV und Mobile TV auf wichtige grundsätzliche Klarstellungen im Sinne eines fairen Wettbewerbs angewiesen. "Doppelregulierungen, etwa durch die E-Commerce-Richtlinie und die Fernsehrichtlinie zeigen, dass die Politik hierzulande zu wenig beziehungsweise zu zaghaft Einfluss auf Binnenmarktregelungen nimmt und dann sogar dazu neigt, die EU-Vorgaben zu 120 Prozent zu erfüllen", konstatiert Groth.

Insgesamt würden die politischen Entscheidungsträger die Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen im internationalen Kräftemessen eher schwächen. "Wer wie Herr Glos im Mobile TV einen echten Wachstumsmarkt erkannt hat, was im Kern zutreffend ist, der muss auch seine politischen Entscheidungen darauf ausrichten", fordert Groth. "In erster Linie gilt es dann, freien Wettbewerb zu ermöglichen und nicht durch restriktive Rahmenbedingungen Wachstumschancen im Keim zu ersticken." Viele Marktteilnehmer würden derartige Lippenbekenntnisse inzwischen nicht mehr Ernst nehmen. "Die Politik wird heute mehr denn je an ihren Taten, nicht an ihren Worten gemessen", resümiert der BVDW-Präsident.

(Redaktion)


 


 

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