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Breitband in Deutschland - Schließung der Versorgungslücke

Die "Systems" steht beim eco Verband der deutschen Internetwirtschaft ganz im Zeichen der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Breitbandversorgung in Deutschland und deren Auswirkungen auf die Internetbranche.

Im Rahmen der Pressekonferenz werden die nach wie vor vorhandenen weißen Flecken in der Versorgung auf dem Bundesgebiet thematisiert sowie Alternativtechnologien zum DSL-Anschluss vorgestellt. Außerdem wird die jüngste Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Entbündelung - der Trennung von Telefonanschluss und DSL - diskutiert.

"Der eco-Verband begrüßt die Entscheidung der Bundesnetzagentur, mit der die Deutsche Telekom AG verpflichtet wird, Wettbewerbern auf deren Nachfrage einen entbündelten Breitbandzugang auf IP-Basis zu gewähren", kommentiert eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. Gleichzeitig warnt eco aber davor, bereits zum jetzigen Zeitpunkt in Feierlaune zu geraten. Es handele sich zunächst einmal um eine Entscheidung auf dem Papier, die zudem Ausnahmen gestatte, wenn die Deutsche Telekom für das neue Netz auch neue Produkte anbiete. Diese sind für Oktober geplant. "Außerdem führt mehr Wettbewerb nicht zwangsläufig zu niedrigeren Kosten bei den Unternehmen und Verbrauchern", so Harald A. Summa. So werde heute nicht separat für DSL und den Telefonanschluss bezahlt, sondern die Kosten für die Leitung würden lediglich auf beide verteilt. "Daher ist damit zu rechnen, dass nach der Entbündelung die Kosten für die einzelne Leistung deutlich steigen."

Da zu erwarten ist, dass eine Umstellung von der zurzeit noch zu 95 Prozent auf T-DSL basierenden Breitbandversorgung Zeit in Anspruch nehmen wird, empfiehlt der eco-Verband, sich nach Alternativtechnologien umzusehen. Insbesondere in den Gebieten der Bundesrepublik, in denen die Breitbandversorgung nach wie vor große Lücken aufweise, müsse man sich Gedanken über Ausweichmöglichkeiten machen. Dazu zählten bei weitem nicht - wie irrtümlicherweise angenommen wird - nur ländliche Regionen, sondern auch ganze Bezirke größerer Städte. Auf der "Systems" präsentiert eco deshalb die Breitbandversorgung aus der Steckdose, über Satellit, per Fernsehkabel, mittels Funk(WiMax, WLL und WLAN Mesh Networks) sowie über Glasfaser.

eco organisiert daher seit Mitte 2005 eine bundesweite Informationskampagne (Roadshow) direkt in den Bedarfsregionen über alternative Breitband-Anbieter. Seit dem 1. September 2006 erfreut sich diese Kampagne im Rahmen eines Begleitvorhabens in Kooperation mit dem Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr einer Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium. Ab Oktober wird die "Roadshow" in weiteren deutschen Städten fortgesetzt. "Die Konvergenz der Medien, die Verknüpfung zwischen Internet, Fernsehen und Telefon, ist derzeit in aller Munde. Für die Realisierung dieses technischen Fortschritts müssen aber erst die Grundlagen geschaffen werden. Sonst wird wieder einmal der zweite Schritt vor dem ersten gemacht", sagt Harald A. Summa.

(k.olbrisch)


 


 

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