Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Bundeskartellamt

Kartellamt untersucht deutschen Fernwärmesektor

(ddp). Zum besseren Schutz der Verbraucher hat das Bundeskartellamt eine Untersuchung des deutschen Fernwärmesektors eingeleitet. Dazu hat die Wettbewerbsbehörde Auskunftsersuchen an 30 Versorger verschickt, darunter die vier großen deutschen Energiekonzerne E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall Europe. In Deutschland werden derzeit etwa fünf Millionen Haushalte mit Fernwärme versorgt.

Wie die Behörde am Montag in Bonn mitteilte, verfügen Fernwärmeunternehmen innerhalb ihres Leitungsnetzes als Anbieter über eine Alleinstellung, welche häufig rechtlich durch einen Anschluss- und Benutzungszwang abgesichert ist. Diese Situation eröffne Preissetzungsspielräume, die bei bestehendem Wettbewerb nicht gegeben wären. Fernwärmekunden hätten überwiegend keine Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln oder auf ein anderes Heizsystem umzustellen. Sie seien in aller Regel «gefangen» und daher besonders schutzwürdig.

Die Sektoruntersuchung sei ein ergebnisoffenes Verfahren und gehe ausdrücklich nicht einem konkreten Verdacht gegen die nun befragten Unternehmen nach, erklärte das Kartellamt. Erreicht werden solle mehr Transparenz auf den Fernwärmemärkten im Hinblick auf Preise und Strukturen. Sollte sich allerdings aus dem Unternehmensvergleich der Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen das Kartellrecht ergeben, sei die Einleitung von Verfahren durch die Kartellbehörden des Bundes oder der Länder möglich.

(ddp)


 


 

Fernwärmekunden
Verfahren
Anbieter
Bundeskartellamt

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Fernwärmekunden" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: