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Ausstellerschwund auf der CeBIT

(ddp-nrd). Die Rahmenbedingungen für die weltweit größte Computermesse CeBIT sind denkbar schlecht. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise macht auch vor der Informations- und Telekommunikations-Industrie keinen Halt. Rund ein Viertel weniger Aussteller als im Vorjahr kommen zu der Messe. Dennoch blickt die IT-Branche optimistisch nach Hannover. «Wir gehen davon aus, dass sich die Auftragslage der digitalen Industrie auf der CeBIT auf dem Vorjahresniveau bewegt», sagt der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. Im vergangenen Jahr hatten die Unternehmen in Hannover Aufträge mit einem Gesamtvolumen von bis zu 14 Milliarden Euro abgeschlossen.

Während andere Branchen teilweise unter massiven Umsatzrückgängen leiden, prognostiziert der Branchenverband der Informations- und Telekommunikations-Industrie in Deutschland für das laufende Jahr Stabilität. «Wir gehen von einer schwarzen Null aus», sagt Rohleder. Im vergangenen Jahr wurden auf dem deutschen Markt für Informationstechnik und Telekommunikation rund 150 Milliarden Euro umgesetzt.

Auf der CeBIT sind vom 3. bis 8. März 4300 Aussteller aus 69 Ländern vertreten. Das sind 1545 weniger Aussteller als im Vorjahr. Dennoch gebe es in diesem Jahr «prominente Rückkehrer» wie den Computerhersteller Dell oder die Softwarefirma Adobe, sagt der Sprecher der Deutschen Messe AG, Hartwig von Sass.

«Bei den fehlenden Firmen handelt es sich primär um kleine Unternehmen aus Übersee», sagt Rohleder. Beispielsweise seien in diesem Jahr rund 200 kleinere taiwanesische Unternehmen weniger als noch 2008 vertreten. «Das ist aber kein Phänomen, das die CeBIT ihrer Attraktivität beraubt.» Unter dem Strich komme jeder zweite Aussteller aus dem Ausland. «Die CeBIT hat somit ihre internationale Bedeutung nicht verloren.» Sie habe mit ihrer Neuausrichtung im vergangenen Jahr den «Turnaround» geschafft, sagt Rohleder.

Das Motto der diesjährigen CeBIT lautet «Webciety», eine Wortschöpfung aus den Begriffen «Web» und «Society». Mehrere Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Frage, welche Bedeutung moderne, vernetzte Technologien für Art und Weise des menschlichen Lebens haben. Aber auch «Green IT» ist erneut eines der Top-Themen auf der CeBIT 2009. «Der Ausstellungsschwerpunkt zu diesem Thema ist in diesem Jahr viermal so groß wie 2008», sagt Rohleder. Dort können Besucher Technologien sehen, die helfen sollen, Energie einzusparen und Ressourcen zu schonen.

Zu sehen sind in Hannover in der kommenden Woche dazu passend Computer mit stromsparenden Prozessoren, wie sie aus Netbooks bekannt sind. Natürlich werden aber auch neue Rechenrekorde aufgestellt. So zeigt der US-Chiphersteller Intel mit dem Core-Prozessor i7 die schnellste hauseigene CPU «aller Zeiten». Ein anderes beherrschendes Thema der Messe wird «Cloud Computing» sein. Dabei befinden sich sowohl die einzelnen Programme als auch die bearbeiteten Daten nicht mehr auf einem lokalen Rechner, sondern auf einem zentralen Server. Fujitsu stellt in diesem Zusammenhang ein Notebook ohne eigene Festplatte vor, das über UMTS oder WLAN auf einen Server zugreift.

Von ddp-Korrespondent André Klohn

(ddp)


 


 

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