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CeBIT zeigt technische Lösungen mit Zukunftspotenzial

(ddp.djn). Seit dem Erfolg des Kinofilms «Avatar» von James Cameron steht die 3D-Technik wieder hoch im Kurs. Während Kinobesucher aber noch die Brille aufsetzen müssen, präsentiert das Fraunhofer Heinrich Hertz Institut auf der Computermesse CeBIT in Hannover bereits sogenannte autostereoskopische Bildschirme.

Eine 3D-Brille wird dabei nicht gebraucht. In Halle 16 verfolgt eine Kamera die Bewegungen der Augen («Eye Tracking») und ermöglicht dem Nutzer damit auch ein wenig Bewegungsfreiheit vor dem Monitor. «Die Kamera sorgt dafür, dass der Betrachter ständig 3D-Bilder wahrnimmt», sagt Instituts-Mitarbeiter Thomas Ebner.

Am selben Stand verschiebt ein Besucher mittels Handbewegungen Holzkisten in einer virtuellen Umgebung. Neigt sich sein Kopf zur Seite, ändert sich die Perspektive des Dargestellten entsprechend. Das Ganze funktioniert, weil in den Bildschirm eine bewegliche Linsenscheibe eingebaut ist. Bis Verbraucher die 3D-Techniken auf heimischen Schreibtischen einsetzen, «wird es keine zehn Jahre dauern», sagt Ebner.

Ebenso wie das 3D-Thema klingt auch das von Alcatel-Lucent auf der Messe präsentierte Projekt «LTE Connected Car» noch nach Zukunftsmusik. Dabei geht es schlicht um das mit dem Internet vernetzte Automobil. Die Macher sprechen derweil schon vom «Smartphone auf Rädern», das über LTE, der nächsten Technikgeneration für Mobilfunknetze, unterwegs mit dem Internet verbunden ist. «Zukünftig wird das Auto selbstverständlicher Bestandteil der vernetzten Welt sein», sagt Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender von Alcatel-Lucent in Deutschland. Während heute bestenfalls Handy und Navigationssystem genutzt und auf der Urlaubsfahrt vielleicht mal eine DVD für die Kinder abgespielt werde, stünden morgen «die von zu Hause gewohnten Internetdienste auch im Auto zur Verfügung».

Und mehr noch. Eine ganz neue Generation von Diensten werde für weiteren Komfort und zusätzliche Sicherheit sorgen, sagt Wulf zu den Möglichkeiten der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation über Mobilfunknetze. So verfüge LTE Connected Car über mehrere Hundert eingebaute Fahrzeugsensoren, die zum Beispiel aktuelle Straßen- und Wetterbedingungen erfassen.

Diese Daten würden in Echtzeit aufgearbeitet und dann als Verkehrsinformationen anderen Autofahrern zu Verfügung gestellt. Wenn also die Antischlupfregelung Eis auf der Straße signalisiert, geht das sofort als Warnmeldung raus. Das Auto fungiert praktisch als Sensor in einer sogenannten Cloud, jener Wolke also, in der IT-Dienste über das Netzwerk angeboten werden.

Auf Cloud-Lösungen und vernetzte Welten ganz im Sinne des diesjährigen CeBIT-Leitmotivs Connected Worlds setzt in Hannover auch Microsoft Deutschland, das zusammen mit Partnern Technologien vorstellt, die für ein neues Arbeiten sorgen und die Freizeit revolutionieren. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner steht Cloud Computing mittlerweile auf Platz zwei der Prioritätenliste von Firmenlenkern. Und für Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg steht fest: «Cloud Services sind kein Hype, sondern ein Technologiesprung, so wie einst die Einführung des PC in die Arbeitswelt.»

Dass selbst der Technologiesprung, den die gute alte Glühbirne gerade hinter sich hat, noch zu toppen ist, beweist derweil das Unternehmen Sensor Industries aus Hongkong mit seiner in Hannover vorgestellten Singing bulb - einer singenden Glühlampe. Hinter deren Glas verbergen sich neben neun LED auch ein Wireless-Receiver und ein Lautsprecher. Von einem MP3-Player angesteuert, spende die Lampe Licht sowie «ungewöhnlichen Musikgenuss», versprechen die Hersteller.

Von den ddp.djn-Korrespondenten Andrè Klohn und Ekkehard Beisker

(ddp)


 


 

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