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Den Osten "erobern"

China-Offensive der Uni Köln

Sieben Kölner Professoren mit dem Rektor der Universität an der Spitze wollen im Mai Peking, Kanton und Shanghai „erobern“. Die Kölner Alma Mater weiht dann ihr Büro im German Centre in der chinesischen Hauptstadt ein. So soll diese Anlaufstelle für chinesische wie deutsche Studenten und Wissenschaftler verstärkt werden.

Das Kölner Büro im Land des Lächelns besteht schon seit Oktober 2006, es wird von der Professorin Zhang Wei geleitet, einer Dozentin der University of International Business and Economics. Aus der Domstadt fliegen u.a. Rektor Prof. Axel Freimuth, zwei Sinologen, Vertreter des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) und die Prorektorin für Internationales, Prof. Barbara Dauner-Lieb, in die Kapitale des Reichs der Mitte.. „Es wird einen Festakt geben, der den Start eines engen Netzwerks mit chinesischen Kollegen und Kommilitonen markieren soll“, sagt die Prorektorin im Gespräch mit business-on.de.

Die Universität hat sich eine besondere Geste der Höflichkeit einfallen lassen: die wichtigsten Seiten der Internet-Präsenz sollen ins Chinesische übersetzt werden und auch in chinesischen Schriftzeichen zu lesen sein. „Das ist schwieriger als viele vielleicht denken“, sagt Dr. Patrick Honecker, Leiter der Uni-Pressestelle. „Wir haben zwar hier in Köln Sinologen, doch diese Übertragungen müssen sehr sorgfältig erfolgen und auch allen wissenschaftlichen Forderungen entsprechen.“

Universität zu Köln als China-Center in NRW

Studenten aus der Volksrepublik China bilden die fünfgrößte Gruppe unter den 5.905 Ausländern an der Kölner Uni. Türken, Russen, Bulgaren und Polen sind jeweils mit mehr Bürgern vertreten. Seit das Reich der Mitte besonders als Wirtschaftspartner bundes- und europaweit in den Fokus gerückt ist, bemühen sich auch Hochschulen in NRW verstärkt um gute Kontakte mit Partner-Institutionen in China. „Köln hat da keineswegs eine Alleinstellung, es gibt auf der Ebene der Lehrstühle bzw. Professoren seit Jahren hervorragende Beziehungen. Unis wie Essen, Paderborn, Münster oder Aachen sind in China gut bekannt und vertreten“, fügt Prof. Dauner-Lieb hinzu. Aber die Landesregierung hat jetzt den Kölnern eine Schlüsselrolle für die Volksrepublik zugewiesen.

„Dabei hat es NRW in China sicher nicht leicht“, gibt die Prorektorin zu Bedenken. „Unter Nordrhein-Westfalen kann sich am Yangtse oder im Umkreis der Verbotenen Stadt kaum jemand etwas vorstellen. Die chinesischen Wissenschaftler und Studenten kennen vielleicht Germany, Heidelberg oder auch Cologne – aber Nordrhein-Westfalen ist für die keine Marke.“ Aber das wollen die Kölner Wissenschaftler schnell ändern.


 


 

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