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Den Osten "erobern"

China-Offensive der Uni Köln

Beijing, Guangzhou und Shanghai

Eine Woche werden sie China studieren und neben Peking oder Beijing auch Guangzhou, in Europa noch besser als Kanton bekannt, und Shanghai besuchen, die modernste Metropole des riesigen Landes. Mit vier Universitäten in der Hauptstadt sowie je einer Hochschule in Guangzhou, Wuhan, Shanghai und Changchun pflegt Köln bereits aktive Partnerschaften. Gemeinsame Forschungsprojekte und der Austausch von Dozenten und Studenten laufen schon, können aber intensiviert werden.

„Wir wollen auch neue Grundsätze für den Austausch von Studenten entwickeln. Es gibt ja bereits Kölner Kommilitonen, die für längere Zeit, auch für zwölf Monate, in China studieren. Das ist für alle ein großes Abenteuer, denn dort an den Universitäten wirklich zu arbeiten und zu leben, ist für alle eine große Veränderung und Herausforderung,“ sagt Prof. Dauner-Lieb. Großstädte wie Peking oder Shanghai besuchen zwar inzwischen jedes Jahr Millionen von Touristen aus westlichen Ländern. Deshalb wurden auch entsprechende Einrichtungen wie Hotels, Restaurants und Verkehrsmittel geschaffen. Doch es ist ein riesiger Unterschied, wenn man für ein oder zwei Wochen mit einem Pauschalreise-Veranstalter das Land bereist oder ein Jahr lang in einem chinesischen Studentenheim wohnt und mit seinen Nachbarn den Alltag teilen muss..

„Haben Kölner Studenten immer Ferien?“

Chinesen, die zu uns kommen, erleben das ähnlich. Die Prorektorin sagt: „Ihnen fällt als erstes auf: ‚Der Dom ist schön’, ‚Das Wetter ist schöner als zuhause, weil die Luftverschmutzung verhältnismäßig geringer ist’ und ‚Deutsche Studenten haben immer Ferien’.“ Die chinesischen Kommilitonen studieren viel intensiver, schieben nicht nur einen Acht-Uni-Stunden-Tag, sondern sitzen meist von frühmorgens bis in die tiefe Nacht in Vorlesungen oder über ihren Büchern.

Sprache und Schreibe sind die größten Hindernisse für einen regeren Austausch. Die Doktoranden aus dem Reich der Mitte können meist gut Deutsch, doch die niedrigeren Semester haben die gleichen Sprachprobleme wie ihre Kollegen aus unserem Land. „Die Chinesen müssen kompetent betreut werden, es reicht nicht, ihnen einen Heimplatz zu organisieren und ihnen die Uni zu erklären“, hat die Prorektorin festgestellt. So ist die Zahl der gegenseitigen „Gasthörer“ auf ein paar Dutzend begrenzt.

Doch auch diese niedrigen Zahlen sind für die beiden Länder wichtig, denn diese Studenten bleiben auch in späteren Jahr Multiplikatoren oder Kulturbotschafter. Die Kölner Alma mater prüft auch, Ausländern einen neuen Studiengang „European Studies“ anzubieten, eine sinnvolle Kombination der Fächer Ökonomie, Recht und Sprache, die die schon eingerichteten Regionalstudiengänge China abrunden.

(Ulrich Gross)


 


 

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