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Interview

9 Fragen an... Heinrich Remagen, Vorstandsvorsitzender City-Marketing Köln

business-on.de stellte prominenten Vertretern neun Fragen zur regionalen Wirtschaftssituation in 2009. Heinrich Remagen, einer der weit über Köln hinaus bekannten Fachhändler der Stadt („Remagen ...und es wird Licht“) ist einer der Gründer des Vereins City-Marketing Köln und derzeit (wieder) 1. Vorsitzender. Er fordert „Die Politiker müssen Köln überregional wettbewerbsfähig vermarkten. Eine große Steuerreform ist überfällig“.

business-on.de: Herr Remagen, wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung Ihrer Branche?

Heinrich Remagen: Der Einzelhandel reagiert meist verzögert auf eine konjunkturelle Verschlechterung, aber in einigen Fachbranchen ist bereits ein Umsatzrückgang eingetreten; auch die Kundenfrequenz hat sich in den letzten Wochen schon spürbar verringert.

business-on.de: Spüren Sie bereits die Ausmaße der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise?

Heinrich Remagen: Im Einzelhandel sind die letzten Wochen rückläufig, im Projektbereich wurden einige geplante Investitionsvorhaben aufgeschoben oder aufgehoben, die Aufträge nicht wie geplant vergeben.

business-on.de: Wie wird sich Ihre Auftragslage und Ihr Umsatz im kommenden Jahr entwickeln?

Heinrich Remagen: Die Einschätzung ist extrem schwierig, da wir weder die faktischen Interdependenzen noch die die psychologischen absehen können. Wir hoffen, dass sich die Auftragslage auf dem Niveau von 2008 halten und in einigen neuen Geschäftsfeldern weiter entwickeln lässt. Das wird großer Anstrengungen bedürfen.

business-on.de: Wie schätzen Sie Ihre Perspektiven für 2009 ein?

Heinrich Remagen: Wir werden dafür arbeiten, Erreichtes zu erhalten und Neues zu generieren. Mit entsprechender Solidarität sollte sich daraus eine gute Perspektive entwickeln lassen.

business-on.de: Welche Chancen und Risiken wird das Jahr für Ihr Unternehmen bringen?

Heinrich Remagen: Die Risiken, die wir alle haben und die Chancen, die wir im Markt selbst entwickeln und nutzen.

business-on.de: Sind Sie zufrieden mit dem Standort Köln und welche Faktoren schätzen Sie besonders? Planen Sie, künftig weiter in Köln zu investieren?

Heinrich Remagen: Köln kann auf Dauer nur dann unser Standort bleiben, wenn die Politik in anderer, konzeptioneller und nachhaltiger Weise diesen Standort überregional wettbewerbsfähig aufstellt und vermarktet. Dazu gehört die erlebbare Stadtqualität, die Erreichbarkeit und die Bewerbung des Kultur-, Dienstleistungs- und Einkaufs-Standortes: der „Kunde“ bezahlt die Zukunft der Stadt.

business-on.de: Wie beurteilen Sie die Steuer - und Abgabenlast an Ihrem Standort und wie hat sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt? Was müsste seitens der Politik in diesem Bereich getan werden?

Heinrich Remagen: Eine wirkliche und große Steuerreform ist überfällig und alles Flickwerk verschlimmert von Tag zu Tag die Attraktivität des Investitionsstandortes Deutschland. Für viele Wirtschaftsunternehmen werden nicht mehr deutsche Städte, sondern ausländische Städte zur Investitions- und Standort-Alternative.

business-on.de: Wie sieht es mit der Unternehmerfreundlichkeit aus? Reichen Engagement und Förderung aus oder müsste hier noch mehr getan werden?

Heinrich Remagen: Die Unternehmen müssen in ihrer Bedeutung für die Generierung der Haushaltsmittel, für das Image des Standortes und die Stützung des Arbeitsmarktes anerkannt, ernst genommen und in Entscheidungsprozesse mehr einbezogen werden.

business-on.de: Was sind die wichtigsten Trends, die Ihre Branche im kommenden Jahr maßgeblich bestimmen werden?

Heinrich Remagen: In unserem Bereich der Beleuchtung und Lichttechnik ist es vor allem die LED-Technik, besonders vor dem Hintergrund der zunehmend bedeutenderen Energieeffizienz und Wartungsfreundlichkeit. Ein weiterer Trend ist auch Generalkompetenz für das jeweilige Fachgebiet, also die Betreuung und Abwicklung der Projekte vom Erstkontakt über die Beratung, Planung, Lieferung, Montage und Bauleitung bis zur Übergabe und gegebenenfalls Wartungs- und Service- Vertrag .

(Ulrich Gross)


 


 

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