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Prof. Claudius Schmitz über Powerfrauen

Gesundheit und Umwelt beschleunigen Paradigmenwechsel

Professor Dr. Claudius A. Schmitz, Hochschullehrer, Unternehmens- und Managementberater, Trainer, Coach, Zauberer und Buchautor lehrt an der Fachhochschule Gelsenkirchen Handel und Marketing. Profession ist für ihn Hobby zugleich – unter anderem, wenn es um Charismating, Trendforschung, Sozialpsychologie und Kreativitätstechniken geht. Aus seiner Sicht wird es einen Paradigmenwechsel geben, aus dem ambitionierte Frauen Honig saugen können.

"Labor et voluptas non dissentiunt" lautet die – echt rheinische - Devise von Claudius Schmitz. In seinen Vortragsveranstaltungen verbindet er fachliche Ernsthaftigkeit deswegen auch mit rheinischer Lebendigkeit, was ihm weit über die Grenzen des Rheinlands hinaus den Ruf eines sachverständigen "Meisters der Kurzweil" eingebracht hat. Seine Einlagen als Zauberer machen seinen ganz persönlichen Charme aus. Die Klaviatur des "Infotainments" beherrscht er perfekt. Er studierte und promovierte 1989 an der Kölner Uni. Wenn er in seiner ersten Antwort vom Kondratieff-Zyklus spricht, bezieht er sich auf die Theorie der langen Wellen in der Wirtschaftsentwicklung. Ausgangspunkt für die langen Wellen sind Paradigmenwechsel und damit verbundene Veränderungen, beispielsweise bei der gesellschaftlichen Werteentwicklung.

Nur jeder zehnte Chef in Deutschland ist eine Frau.

business-on.de: Herr Schmitz, glauben Sie, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

Claudius Schmitz: Ja, Frauen werden zunehmend in Führungspositionen treten. Ich glaube, dass Frauen aufgrund ihres Entscheidungs- und Kommunikationsverhaltens eher den Anforderungen in der Zukunft entsprechen. Die Anforderungen werden eher auf partnerschaftliche, harmonische und fürsorgliche Wirtschaftsmodelle ausgerichtet sein. Der neue, sechste Kondratieff-Zyklus wird auf die Gesundheits- und Umweltbranche ausgerichtet sein. Die diesen Branchen innewohnenden Motive sind typisch feminin. Das Management dieser neuen Herausforderungen kann nicht ausschließlich nach den alten, männlichen Mustern erfolgen, denen meist ein Kampf um ökonomischen Erfolg attestiert wird. So wird der Paradigmenwechsel v.a. durch die Veränderungen unserer Umwelt und unserer Werteentwicklung eingeleitet.

Nur jeder Zehnte in Elternzeit ist ein Mann.

business-on.de: Sind Kinder der Karriere-Killer für ambitionierte Frauen?

Claudius Schmitz: Immer weniger, wenn die Paare es verstehen, flexible Arbeitszeitmodelle  anzuwenden. Die neuen medialen Möglichkeiten erlauben es, auch von zu Hause aus bestimmte Tätigkeiten zu erledigen. Zudem vermute ich neue Dienstleister, die sich professioneller auf die Beschäftigung mit Kindern konzentrieren. Natürlich wird das Geld kosten, so dass sich dies nur die Besserverdienenden erlauben werden. Aber ambitionierte Frauen werden eben auch schneller den Aufstieg schaffen.

Jeder zehnte Ehemann einer Powerfrau ist hauptberuflich Haushaltsvorstand. (Ergebnis der Powerfrauen -Serie)

business-on.de: Das ist eine Möglichkeit. Geht es auch anders und wenn ja, wie?

Claudius Schmitz: Ich glaube nicht daran, dass es auf Dauer gelingen wird, eine Partnerschaft zu führen, in der beide im Beruf engagiert und sehr erfolgreich sind. Vielleicht bin ich eher konservativ. Aber meine Erfahrungen zeigen, dass sich hinter einem starken Mann bzw. einer starken Frau ein unterstützender Partner stehen muss, der dem anderen den Rücken frei hält. Man kann sich dabei zeitweise abwechseln. Aber das ist eine sehr individuelle Meisterschaft, sein Leben symmetrisch in den Grif zu bekommen. Zur Zeit vermute ich eher einen Trend in Richtung konservativer Partnerschaftsmodelle. Der eine macht Karriere und der andere kümmert sich um die Haushaltsangelegenheiten und andere private Beschäftigungen. Partnerschaften, die aus zwei gleich starken karriere-orientierten Partnern bestehen, werden sich nicht dauerhaft vertragen.

business-on.de: Wieviele Frauen in leitender Funktion gibt es bei Ihnen an der Fachhochschule?

Claudius Schmitz: Im Verwaltungsbereich sind es ca. ein Drittel. (stellvertr. Präsidentin, Referatsleiterinnen). Bei den Professoren sind es etwa ein Viertel im Wirtschafts-, Journalismus- und IT-Bereich. Die Ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge haben so gut wie keine Dozentinnen.

(Karin Bäck)


 


 

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1 Kommentar

von Hexe
23.04.09 04:09 Uhr
Konservative - Patnerschaft

Auch ich sehe es vieleicht eher konservativ und kann dem Artikel in vollem Umfang nur Zustimmen!
Gerne unterstütze ich die Liebe meines Lebens in dem ich mich um den Haushalt sorge und dem "Lieben" den Rücken so frei halte. Der Mann meines Herzens sollte führen und lenken dabei ;-)
Ich bin von Herzen gerne und vorzugsweise eine Frau - erotisch und sinnlich bis hin tiefsinnige Gespräche liebe ich aus leidenschaft!

Liebe Grüße
Hexe

 

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