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Willkommen in der Wolke

Das Zeitalter des Cloud-Computings beginnt

Das Ende der meisten IT-Abteilungen

Für IT-Querdenker Nicholas Carr geht diese Entwicklung genau in die richtige Richtung. In Zukunft wird die Cloud- Architektur das Ende der meisten IT-Abteilungen bedeuten − so der Informatiker in seinem neuen Buch „The Big Switch: Rewiring the World from Edison to Google“. Die einstigen ausgelagerten Dienstleistungsangebote der Riesen, werden die kleineren Rechenzentren verdrängen: „Auf längere Sicht wird die IT-Abteilung wohl kaum überleben – wenigstens nicht in der gewohnten Form.“, so Carr.

Um seine Zukunftsvision zu untermauern, greift Carr auf das Beispiel der Elektrizitätsversorgung zurück. Um die Wende zum 20. Jahrhundert besaßen die meisten Unternehmen noch ihre eigenen Generatoren um den nötigen Strom zu erzeugen. Dann aber wurde das Angebot der reinen Stromerzeuger verlässlicher und billiger. Mit dem Resultat, dass immer mehr Unternehmen bereit waren, den wichtigen Bereich der Stromerzeugung auszulagern.

Dieses Outsourcing wird Dank dem Cloud-Computing auch mit der Datenverarbeitung geschehen – so die Prognose Carrs: „Alles was kein Kerngeschäft ist, fliegt raus!“. Das derzeitige Client-Server-Model, wird durch die Computer-Wolke ersetzt werden − Carr nennt dies den Siegeszug des „Utilitiy- Computing“. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis solche Dienstleistungen flächendeckend verfügbar sein werden, den die Vorteile liegen für den ITVisionär auf der Hand: Derzeitige private Rechenzentren würden meist unwirtschaftlich arbeiten − meistens seien diese nur zu einem Viertel ausgelastet. Hinzu komme, dass der Energiebedarf solcher Rechenzentren enorm sei, das Cloud-Computing könne helfen große Mengen an Energie einzusparen. In Zukunft, so der IT-Prophet, könne die gesamte IT eines Unternehmens von einer Person und einem PC erledigt werden. Der Rest steht in den Wolken.

Kommentar:
Die Computer-Wolke wird weiter wachsen: Es wird nicht mehr lange dauern, bis das Angebot an Applikationen für das Cloud-Computing zunimmt. Davon können besonders Länder profitieren, die bis jetzt, aufgrund ihrer mangelnden Rechner- Infrastruktur, der Entwicklung hinterher hängen. So zeigt schon das Ministerium für Wissenschaft und Technologie Vietnams große Begeisterung an dem Angebot von IBM & Google. In Folge dessen kann man ebenfalls das Interesse an Yahoo deuten. Ob allerdings das Cloud-Computing in Zukunft alle Rechenzentren verdrängen wird bleibt fraglich, solange die wichtigen Fragen nach Daten- und Privatsphärenschutz, Urheberrechts- und Lizenzbedingungen ungeklärt bleiben.

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Icon: steve larose / Fotoloia.de

(Björn Theis)


 


 

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