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Marketing-Club Köln/Bonn

Marketing-Trend: Quäl Dich, Du Sau!

Angesichts der Wirtschaftskrise gibt es kein treffenderes Marketing-Motto für 2009, so Bernd M. Michael, legendärer Markenprofi und seit einem Jahr Präsident des Deutschen Marketing-Verbands. Mit dieser nicht gerade zimperlichen, aber unmißverständlichen Ansage wurde einst Jan Ullrich von seinem Trainer in den Pyrenäen angefeuert. Eine derartige Ansage hat der Marketing-Club Köln/Bonn (MCKB) allerdings nicht nötig. Trotzdem gab es im letzten Jahr einige Veränderungen. U.a. wurde die Vorstandsebene neu gemischt. Business-on.de sprach mit Dr. Peter Manshausen, dem neuen Präsidenten des Köln/Bonner Regional-Vereins.

 Dr. Peter Manshausen, Alleingeschäftsführer der Caldic Deutschland Chemie B.V. und seit fünf Jahren Geschäftsführer des Marketing-Club Köln/Bonn (MCKB), wurde vor gut einem Jahr in das Amt des Präsidenten gewählt. Seinen bisherigen Club-Posten übernahm Dipl.-Kfm. Klaus-Dieter Lubbe, Konzept- und Strategieberater und bis dato Schatzmeister des MCKB. Neben vier neuen Vorständen war Petra Hermann, Geschäftsführerin kggk, die einzige, die in Ihrem Amt als Programmvorstand bestätigt wurde. Seit sechs Jahren zeichnet sie für den Veranstaltungsbereich verantwortlich.

Starkes Netzwerk

Der Marketing-Club Köln/Bonn e.V. wurde 1955 in Köln gegründet. "Mit rund 350 Mitgliedern zählt er heute zu den größten und etabliertesten Clubs seiner Art in Deutschland", so auf der Homepage zu lesen. Als Mitglied des Deutschen Marketing-Verbands (DMV) sind die Köln/Bonner bundesweit mit 65 Clubs bzw. mit über 13.000 Kommunikations-Profis vernetzt. Der Netzwerkgedanke ist Programm, das von der Dachorganisation maßgeblich gefördert wird mit dem Ziel, den Transfer von Marketing-Praxis und Theorie zwischen Mitgliedern, Wirtschaft und Wissenschaft auf nationaler Basis zu stärken. Ein wichtiger Vorteil, mit dem sich auch der Marketing-Club Köln/Bonn problemlos gegenüber vergleichbaren Organisationen absetzen kann und auch will, so Präsident Manshausen. Auch bezüglich Mitgliederstruktur kann sich der Regional-Club sehen lassen: Dax-Unternehmen, viele große Global Player aus den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen sowie Fach- und Führungskräfte mit Kompetenzen auf der gesamten Themenpalette des Marketings.

Neue Dynamik im Marketing-Club Köln/Bonn

Was hat sich mit der "fast" neuen Vorstands-Crew geändert? Business-on.de fragte bei einigen MCKB-Mitgliedern nach. Einhellige Meinung: Der Club ist dynamischer geworden. Neu ist das Ressort "Mitglieder und Interessenten", das von Rechtsanwalt Axel Mittelstaedt im Vorstand vertreten wird. "Das Ressort beschäftigt sich intensivst mit der Betreuung und Integration neuer Mitglieder und Interessenten," erklärt Manshausen. Die Aktion ist sehr gut angekommen und führte dazu, dass der Club sich zu Jahresbeginn über eine Vielzahl von Neuanmeldungen freuen konnte. Willkommen ist jeder, der eine leitende Marketingfunktion inne hat, bzw. Unternehmen, die in der Branche tätig sind. "Natürlich sind wir auch offen für Lehrende und Studierende," so der Präsident. 
Außerdem wurde 2008 das ClubInfo-Magazin relauncht und unter dem Namen "KOMPAKT" erfolgreich gestartet. Das neue Magazin ist 40 Seiten dick und erscheint zweimal im Jahr in einer Auflage von 4.000 Exemplaren. 2.500 Exemplare werden im Großraum Köln/Bonn per Post an Führungs- und Fachkräfte verteilt. Die restliche Auflage wird u. a. in der IHK, im Direktmarketingcenter der Deutschen Post und in Hochschulen ausgelegt. Das neue Magazin finanziert sich komplett über Anzeigen.

Das Club-Programm für Mitglieder und interessierte Gäste erhielt ebenfalls eine neue Ausrichtung. Die Planer setzen inzwischen schwerpunktmäßig auf Veranstaltungen vor Ort. Das heißt, Mitgliedsunternehmen bzw. ganz allgemein Unternehmen mit interessanten Marketingstrategien laden ein, um sich vor Ort zu präsentieren und ihr Konzept zur Diskussion zu stellen. Befragungen unter den Mitgliedern hatten ergeben, dass das Format "Marketing vor Ort" mit wechselnden Locations eine besonders hohe Akzeptanz hat. Insgesamt werden pro Monat zwei bis drei Veranstaltungen angeboten. Ein Highlight ist seit vielen Jahren die Neujahrsveranstaltung auf dem Petersberg in Königswinter. 

Marketing-Rolle in Krisenzeiten

Marketing spielt gerade in Krisenzeiten eine ausschlaggebende Rolle, wenn es darum geht, die Weichen richtig zu stellen. Aber was können die Verantwortlichen ausrichten, wenn sie es bis heute immer noch nicht geschafft haben, in der Schaltzentrale, sprich Vorstand oder Geschäftsführung, die Hebel zu bewegen? Manshausen bestätigt, dass es auch den Clubs und Verbänden immer noch nicht gelungen ist, die Bedeutung des Marketings für einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg in die Köpfe der CEOs zu bekommen. 
"Die typische Marketing-Funktion hat für viele CEOs immer noch Dienstleistungscharakter." Für den Club, der sich als Berufsverband versteht, bleibt das eine der Herausforderungen, der er sich weiterhin stellen will.

Kontakte mit intellektuellem Feedback

Inzwischen ist Manshausen, 49, gebürtiger Kölner, seit einem Jahr Präsident des MCKB. Von Haus aus ist er Chemiker. Er studierte und promovierte an der Kölner Uni. Mit Marketing hatte das zunächst einmal nichts zu tun. Dazu Manshausen: "Ich bin ein Mensch, der gern etwas dazu lernt. Deswegen bin ich Mitglied im Marketing-Club Köln/Bonn geworden". Clubveranstaltungen und eigenes Literaturstudium überzeugten ihn sehr schnell, dass Marketing ein hochinteressantes Thema ist, mit dem man viel bewegen kann. Der Einstieg als Geschäftsführer des MCKB bot ihm darüber hinaus die Gelegenheit, einen Marketing-Club aus Unternehmens-Sicht kennenzulernen. Dass er das Amt des Präsidenten neben seiner hohen beruflichen Beanspruchung, verbunden mit vielen Auslandsreisen, annahm, geht auch auf das Konto der Menschen, die er im Marketing-Club kennengelernt hat. "Ich habe viele interessante und sympathische Menschen kennengelernt, die mir ein intellektuelles Feedback geben. Mit solchen Menschen komme ich als Naturwissenschaftler normalerweise nicht zusammen. Das Amt des Präsidenten ist für mich eine echte Herausforderung". Und was wünscht sich der Präsident Manshausen? "Ich bin davon überzeugt, dass Marketing einen echten Wert für ein Unternehmen schafft. Es wäre schön, wenn das jeder versteht und mich fragt: Wie schaffe ich es, den Markenwert meines Unternehmens zu verbessern?" Die Antwort ist klar: Der MCKB bietet den Rahmen zu qualitativ hochrangigen Vorträgen, Workshops und Kontakten. Und das zu einem vergleichslos guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

(Karin Bäck)


 


 

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4 Kommentare

von Kritiker
11.05.09 08:43 Uhr
Hä`?

Im EInleitungstext steht etwas von neu gemischt. Nur wenige Sätze weiter erfahren wir, dass der Präsident bereits seit einem Jahr im Amt ist.

1 Jahr ist nicht "neu", schon gar nicht im Internet.

von Krabbe
11.05.09 09:12 Uhr
Hi Kritiker

....da steht eigentlich unmissverständlich im Vorspann, dass das im letzten Jahr war. Ein Rückblick auf ein Präsidentenjahr sollte auch im Internet von Interesse sein, oder?

von walser
18.05.09 15:36 Uhr
Korrektur

1. der spruch kam nicht vom trainer, sondern vom teamkollegen udo bölts
2. es waren nicht die pyrenäen sondern die franz. alpen (alpe d' huez)

von Krabbe
18.05.09 17:09 Uhr
das kommt davon

..das kommt davon, wenn man ungeprüft etwas übernimmt, aber offensichtlich kann auch der Präsident des Marketing-Verbands irren.

Vielen Dank für den Hinweis

 

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