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Colonius auf dem Weg nach oben

Eine Immobilie, die seit über 20 Jahren leer steht, kann getrost in die Kategorie „schwer vermittelbar“ einsortiert werden. Das gilt im Kleinen wie im Großen.

Und auch im ganz Großen. Dazu darf man den Colonius getrost zählen. Der 266 Meter hohe Fernsehturm an Kölns Innerer Kanalstraße ist zwar das höchste Bauwerk der Stadt, fristet aber ein einsames Dasein.

Es könnte allerdings sein, dass der Turm bald aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Denn die Eigentümerin, die Deutsche Funkturmgesellschaft, steht in Verhandlungen mit einem großen Unternehmen aus dem Aufzugbau. Die könnte dafür sorgen, dass es mit dem Turm – und auch mit den Fahrstühlen im Innern – wieder nach oben geht.

Das möchte in den vorhandenen Bau unter anderem einen Testaufzug sowie einen Brandschutzaufzug integrieren. Außerdem sollen für 50 Mitarbeiter Büroarbeitsplätze entstehen. Die hätten zumindest schon mal eine Kantine, denn ältere Bürger der Stadt erinnern sich, dass hoch oben ein Drehrestaurant zum guten Essen eine noch bessere Aussicht bot. Und das nicht in Karussellgeschwindigkeit, sondern ganz gemütlich mit einer Umdrehung je Stunde.

Dem Colonius, von den „Bläck Fööss“ in einem Lied als der „Pimmel von der Post“ etwas abschätzig bezeichnet, wurde eine Vielzahl an neuen Verordnungen zum Verhängnis. Verschärfte Brandschutzrichtlinien machen einen zweiten Rettungsweg zwingend erforderlich. Und das bestehende Treppenhaus muss kernsaniert werden. Dass auch der Aufzug erneuert werden muss, ist für potenzielle Mieter das eigentliche K.-O.-Kriterium – es sei denn, das Bauen von Aufzügen gehört zu den Haupt-Tätigkeitsfeldern eines Unternehmens.

(FN)


 


 

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