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Corporate Identity

Wie man das richtige Lektorat für seine Unternehmenstexte findet

Geschäftsberichte, Werbebroschüren und Webseitentexte müssen vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft werden. Fehlerhafte, mehrdeutige und unbeholfen formulierte Texte können der Corporate Identity sonst nachhaltigen Schaden zufügen. Doch worauf kommt es bei der Auswahl eines Lektoren eigentlich an? Hier gibt es die Antworten.

Korrekturen sollten immer durch mehrere Hände gehen

Wenn man als Unternehmen Lektoratsleistungen in Anspruch nehmen will, steht man heute einer Vielzahl von Anbietern gegenüber. In puncto Arbeitsweise, Qualifikation und Zuverlässigkeit unterscheiden sie sich zum Teil deutlich voneinander. Während der eine Lektor Ihnen Ihre Texte fehlerfrei zurückgibt, finden sich bei einem anderen Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler. Auf folgende Faktoren sollten Sie deshalb bei der Auswahl achten:

Faktoren
Qualifikation • die Lektoren verfügen über einen relevanten Universitätsabschluss (z. B. Germanistik)
• sie weisen mehrjährige Berufserfahrung auf
4-Augen-Prinzip• die Korrektur wird von mindestens zwei Lektoren durchgeführt
Lesezeit • sollte bei maximal 6 Stunden am Tag liegen
• niemand kann 8 Stunden am Tag konzentriert lesen
Medium• Korrektur wird nicht am Computerbildschirm gelesen (Gefahr des Überlesens zu hoch)
• das Korrekturlesen erfolgt auf einem leicht lesbaren Papierausdruck
Service • Lektoren stehen jederzeit für Rückfragen bereit
• Korrekturabschnitte werden gemeinsam mit dem Kunden durchgegangen
Wording • für jeden Kunden werden individuelle Wording-Listen festgelegt
• individuelle Sonderschreibweisen von Markennamen berücksichtigt
Vorgabe • Neben den Vorgaben des Dudens sind die Vorgaben des Auftraggebers bindend für den Korrektor
Stil • nicht nur Rechtschreibung kontrolliert
• auch auf Stilblüten, Typografie, Syntax und Satz geachtet

Besonders wichtig – das 4-Augen-Prinzip

Auch erfahrene Lektoren können Fehler übersehen. Aus diesem Grund sehen in seriösen Lektoraten immer mindestens zwei Mitarbeiter über den Text. Diese Methode ist zuverlässiger als die, bei der ein Mitarbeiter mit zeitlichem Abstand zwei Mal über seinen eigenen Text liest. Der 4-Augen-Methode mit zwei Lesern bedient man sich beispielsweise bei dem Werbelektorat Wort für Wort.

Wenn es sich um besonders sensible Dokumente handelt, bei denen auf keinen Fall Fehler auftreten dürfen, kann man auch das 6-Augen-Prinzip nutzen. Auf der anderen Seite besteht auch die Möglichkeit, das Lektorat bei eingeschränktem Budget kleiner ausfallen zu lassen. Hier ist auch ein einfaches 2-Augen-Prinzip möglich. Allerdings muss man damit rechnen, dass danach noch Fehler enthalten sind. Es kann also nötig werden, selbst auch nochmal einen Blick auf seinen Text zu werfen.

Hier finden Sie weitere Ratgeber:

Auch auf den Stil achten

Bei einem professionellen Korrektorat werden nicht nur die Rechtschreibung und die Grammatik geprüft. Hier sehen sich die Experten auch den Stil genauer an. Häufige Fehler, die in diesem Bereich auftreten, sind Wortwiederholungen, inkohärente sprachliche Bilder, zu lange und verschachtelte Sätze, Häufungen von Füllwörtern und falsche Wortwahl. Wichtig ist dabei, dass sich der Korrektor nicht allein auf sein individuelles Sprachgefühl verlässt. Immerhin ist jedes Schriftstück ein Teil der Firmenkommunikation. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass er sich am Wording und anderen sprachlichen Besonderheiten des Unternehmens orientiert und die Texte darauf hin anpasst.

Warum man den Text in ausgedruckter Form Korrektur lesen sollte

Erfahrene Lektoren drucken sich den Text immer erst einmal in vergrößerter Form aus. Dort bringen Sie ihre Korrekturen dann mit den offiziellen Korrekturzeichen handschriftlich an. Sollten die Kunden nicht mit den Korrekturzeichen vertraut sein, können die entsprechenden Anmerkungen auch nachträglich als Kommentar in ein PDF-Dokument eingefügt werden.

Der Vorteil des Korrekturlesens auf Papier besteht darin, dass man Fehler hier sehr viel leichter entdeckt. Die Augen werden weniger stark beansprucht als beim Lesen am Computerbildschirm. So entdeckt man schnell einmal einen Fehler, den man am PC überlesen hätte.

Warum sollte die Lesezeit von Lektoren begrenzt sein?

Bei der Korrektur von Texten und dem Abgleich mit Wording-Listen des Unternehmens ist höchste Konzentration gefragt. Entsprechend ermüdend ist der gesamte Prozess. Je länger ein Korrektor liest, desto wahrscheinlicher wird es, dass er einzelne Fehler überliest. Deshalb ist es sinnvoll, die Lesezeit des Korrektors auf ein tägliches Höchstmaß zu beschränken. So kann er sich hinterher erholen und wieder mit regenerierter Konzentration weiterarbeiten.

In professionellen Lektoraten ist die Lesezeit üblicherweise auf sechs Stunden beschränkt. So ist sichergestellt, dass die Korrektur während der gesamten Zeit auf dem gleichen Niveau bleibt.

(Redaktion)


 


 

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