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Dani Alves

Plante Agentur Alves' Bananenbiss?

Wie das Ligaspiel in der spanischen Premiera Devision zwischen dem FC Villareal und dem FC Barcelona ausging, weiß eigentlich keiner mehr. Übrig geblieben ist von diesem Spiel der „Bananenbiss“ von Barca-Verteidiger Dani Alves, der mit seiner Aktion auf einen Bananenwurf reagierte. Spanische Medien berichten nun, dass es anscheinend keine spontane Aktion von Alves war. Sie sei von einer PR-Agentur geplant worden.

Alves dankt und witzelt

„Ich spiele jetzt seit elf Jahren in Spanien, und seit elf Jahren ist es immer das Gleiche. Wir werden es nicht ändern, daher muss man Witze darüber machen. Man kann über diese zurückgebliebenen Leute nur lachen”, sagte Alves nach dem Spiel. Zusätzlich bedankte sich Alves sogar beim Bananenwerfer. „Ich weiß nicht, wer die Banane geworfen hat, aber ich möchte ihm danken. Er hat mir Energie für zwei weitere Ecken gegeben, die zu einem Tor führten.“, fügte Alves hinzu. Denn tatsächlich drehte Barcelona trotz eines 2:0-Rückstands noch die Partie und gewann schließlich in Villareal noch mit 3:2.

Das Video vom Bananenbiss des Barca-Stars Dani Alves ging im Anschluss an die Partie um die Welt. Hier sieht man, wie der Verteidiger vor einem Eckball mit einer Banane beworfen wird. Er hebt sie auf und beißt hinein, bevor er einen Eckball ausführt. Ein Bananenwurf gilt bedauerlicherweise als Mittel einiger Fans, um farbige Spieler rassistisch zu beleidigen. Nach dieser Aktion wurden verschiedene Youtube-Videos von dem Bananenbiss millionenfach angeklickt, in den Social Media Kanälen wurde der Brasilianer für seine offenbar spontane Aktion gefeiert und unterstützt.

Solidarität mit Alves auch aus der Bundesliga

Auch von Seiten anderer Spieler wurde der Bananenbiss aufgegriffen. Viele Fußballer beteiligten sich daraufhin an einer Art Flashmob und posteten über die Social Media Kanäle Fotos, auf denen sie kräftig in eine Banane beißen. Unter anderem machten Robert Lewandowski zusammen mit Pierre-Emerick Aubameyang (beide Borussia Dortmund) und Oscar Wendt (Borussia Mönchengladbach) mit. Auch aus anderen Europäischen Ligen posteten Profis „Bananenfotos“. „Wir stehen in diesem Kampf gegen Rassismus Seite an Seite.“, kommentierte Luca Leiva vom Premiere League-Spitzenreiter FC Liverpool ein Instagram-Foto. Auch der ehemalige englische Nationalspieler Gary Lineker äußerte sich dazu. „Die rassistischen Dummköpfe [müsse man] mit Missachtung [strafen].“

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Bananenbiss nur eine PR-Aktion

Doch nun berichten spanische Medien, dass der Bananenbiss von der spanischen PR-Agentur „Loducca“ geplant worden sei. Die Agentur habe auch den Hashtag #weareallmonkeys kreiert, der es zwischenzeitlich an die Spitze der Trendcharts schaffte. Unter diesem Hashtag wurden zahlreiche Posts und Tweets von Usern verzeichnet. „Eine Aktion findet mehr Gehör als bloße Worte“, sagte Guga Ketzer von der PR-Agentur Loducca. Deshalb habe man diese Aktion geplant, um ein Zeichen gegen Rassismus in Spanien zu setzen, begründete Ketzer. Ursprünglich sollte auch nicht Dani Alves sondern Neymar in die Banane beißen. Allerdings ergriff dann der Barca-Verteidiger Alves die Gunst der Stunde und übernahm die Aufgabe von Neymar.

Jugendbetreuer von Villareal warf offenbar die Banane

Unterdessen hat die spanische Polizei den Bananenwerfer festgenommen. Es soll sich dabei um den Jugendbetreuer vom FC Villareal handeln. Dieser sei mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden und entlassen worden, wie die spanische Sportzeitung „Marca“ berichtete. Laut dem spanischen Erstligisten sei man über soziale Medien auf den Werfer bekommen. Der Verein verständigte daraufhin die Polizei, die nahm dann den vermeintlichen Werfer fest. „Die Person wurde in Gewahrsam genommen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Zudem habe der Verein den Werfer mit einem lebenslangem Stadionverbot belegt.

Ziel erreicht mit Beigeschmack

Nichtsdestoweniger bleibt trotz der gelungenen Aktion mit dem „Bananenbiss“ ein fader Beigeschmack zurück. Dadurch, dass dieser Vorfall geplant war, ist die Authentizität dieses Bisses anzuzweifeln. Dennoch hat die PR-Agentur zusammen mit Barca-Profi Dani Alves erreicht, dass auch über die Grenzen Spaniens hinaus eine Welle der Solidarität im Kampf gegen Rassismus im Sport und im Allgemeinen entstanden ist. Daher kann man in jedem Fall diesen Vorfall als gelungene PR-Aktion bewerten, die über die Social Media Kanäle perfekt in Szene gesetzt wurde. Grund dafür war auch der interessante Hashtag. Diese verbindet die Tatsache, dass alle Menschen gleich sind und macht humorig auf den Missstand des Rassimus im Sport aufmerksam.
Auch, wenn nun ein kleiner Beigeschmack übrig bleibt, das Ziel Aufmerksamkeit und Solidarität im Kampf gegen Rassismus zu erzeugen, wurde definitiv erreicht.

UEFA schaltet Werbespots gegen Rassismus

Bei Übertragungen von internationalen Spielen schaltet die UEFA Werbespots, in denen Fußballprofis der europäischen Topvereine, Schiedsrichter, Frauenfußballerinnen und Funktionäre in ihren Landessprachen „Nein zu Rassismus“ sagen. Dabei sprechen unter Anderem Lionel Messi (FC Barcelona), Nadine Kessler (VfL Wolfsburg) und Steffi Jones (Direktorin beim DFB), Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Jürgen Klopp (Borussia Dortmund) ihre Forderungen zum Kampf gegen Rassismus aus. Die UEFA unterstützte ebenfalls die Aktion von Dani Alves.

(Redaktion)


 


 

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