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Das war 2014: Ein Jahresrückblick

Von Weltmeistern, Rekordstreiks und Ebola

Jubel um die Fußballweltmeisterschaft, Schock um den Tod eines selbstlosen Mädchens und Trauer um Udo Jürgens, Ängste vor IS und einem neuen Kalten Krieg… das Jahr 2014 hatte viele Höhen und Tiefen:

Bewegt haben vor allem Abschiede von Persönlichkeiten wie Oscar-Preisträger Maximilian Schell und Theaterschauspieler Philip Seymour Hoffman im Februar; im April verstarb Peaches Geldof 25-jährig an einer Überdosis Heroin. Karlheinz Böhm starb im Mai 2014, im August verabschiedete sich die Welt von Schauspieler Robin Williams und im September verstarb der Schauspieler Joachim „Blacky“ Fuchsberger. Erst vergangene Woche überraschte der Tod von Schlagerstar Udo Jürgens. Der 80-Jährige starb während eines Spaziergangs an Herzversagen. Nur wenige Tage später schockte die Nachricht über den Tod von Rockröhre Joe Cocker, der im Alter von 70 Jahren an Lungenkrebs starb. Nicht minder tragisch und aufwühlend war der Mord an der Studentin Tugce im November. Die 23-Jährige wurde ins Koma geprügelt, nachdem sie zwei Mädchen half, die von drei Männern bedroht wurden. Die geleistete Zivilcourage sowie deren traurige Konsequenz bewegte Millionen, Tausende nahmen an der Abschiedsfeier für das Mädchen teil.

Nobelpreise für 17-Jährige und an deutschen Chemiker

Zivilcourage mit einem positiven Ausgang zeigte sich Mitte des Monats, als der Friedensnobelpreis Malala Yousafzai zugesprochen wurde. Die 17-Jährige Pakistanin setzt sich seit Jahren für das Recht auf Bildung für Mädchen ein. Bekanntheit erlangte Yousafzai durch ihr Blogeinträge über den Alltag der Extremisten für die BBC. In deren Konsequenz wurde sie vor zwei Jahren von der Taliban ins Gesicht geschossen, weil man sie zum Schweigen bringen wollte. Die ihr zugesprochene Ehrung machte sie zur jüngsten Nobelpreisträgerin der Geschichte.

In diesem Jahr ging der Nobelpreis durch die Verdienste des deutschen Chemikers Stefan Hell auch endlich wieder an Deutschland. Ein Schicksal, dass das gesamte Jahr über die Menschen beschäftigte, war der Ski-Unfall von Michael Schumacher. Die Formel 1-Legende war zwar bereits im vergangenen Jahr, am 29. Dezember 2013, mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma in Folge des Unfalls ins Koma gefallen, doch seine Rehabilitation ist noch immer nicht abgeschlossen. Aktuell erholt sich Schumacher gut abgeschirmt von der Öffentlichkeit in seinem Schweizer Anwesen.

Hingegen ganz im Zentrum der Öffentlichkeit standen Prozesse wie der um die millionenhohe Steuerhinterziehung von Bayern-Präsident Uli Hoeneß im März. Seit Mai büßt er seine dreieinhalb-jährige Haftstrafe ab. Verfolgt wurde auch der Prozess um Paralympics-Star Oscar Pistorius: Der so genannte Blade Runner hatte seine Freundin durch die Badezimmertür erschossen und wurde dafür im Oktober zu einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren verurteilt. Mit der zugesprochenen Berufung geht der Prozess jedoch im kommenden Jahr in die zweite Runde. Für Deutschland unvergessen wird der Sommer 2014, als sich die Nationalmannschaft nach 24-jähriger Durststrecke endlich den ersehnten Fußballweltmeister-Titel holte. Trotz der allgemeinen Euphorie schaffte es der Ausspruch „Götz des Jahres“ aber nur auf den dritten Platz als das „Wort des Jahres“. Weitere „Hypes“ gehen auf das Konto der Ice Bucked Challenge sowie an Tom Neuwirth alias Conchita Wurst. Das Überschütten mit Eiswasser zugunsten der Forschung und Bekämpfung der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, zog im Internet weltweite Kreise. Conchita Wurst gewann nicht einfach nur den Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen, sondern stellte das Problem der Homophobie in den Fokus.

Krisen in Westafrika, der Ukraine und dem Irak

Über die Bedeutung eines Jahres hinaus gehen sicherlich weltweise Krisen, wie die Ebola-Seuche in Westafrika, der bislang über 7.500 Menschen zum Opfer fielen. Im Februar eskalierte die Lage in der Ukraine, als bei den Maiden-Protesten etliche Menschen starben. Der vom Parlament abgesetzte Präsident Wiktor Janukowytsch floh nach Russland. Ebenso beschäftigte der Krisenherd im Irak sowie die brutale Dominanz der IS.

Seitens der Politik sei noch das Schottland-Referendum genannt, welches im September gegen eine Unabhängigkeit von Großbritannien stimmte sowie auf nationaler Ebene das Stimmungstief der FDP, welches der Partei erstmals seit Gründung der Bundesrepublik eine Regierungsbeteiligung verweigert. Erfolge hingegen feierte 2014 die rechtspopulistische Partei AfD, Alternative für Deutschland.

2014 war das Jahr der Jubiläen - im November feierte das Land die Grenzöffnung, die vor 25 Jahren Deutschland wieder vereinte - sowie das Jahr der Streiks. Zehn Mal legte alleine die Lufthansa die Arbeit nieder und im Oktober polarisierte der Rekordstreik der Deutschen Bahn das Land.

(Katharina Loof)


 


 

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