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Bürger haben Widerspruchsrecht gegen «Google Street View»

(ddp-nrw). Bürger müssen die Aufnahme und Veröffentlichung von Bildern im Internetdienst «Google Street View» nicht hinnehmen. Wie Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) am Mittwoch mitteilte, gibt es ein Widerspruchsrecht gegenüber dem Internet-Dienst, sofern sich Menschen durch die Aufnahmen von Gebäuden, Straßen und Plätzen in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt sehen.

«Mir wäre es lieber gewesen, wenn es ein generelles vorheriges Zustimmungserfordernis der Berechtigten für alle Aufnahmen durch Google Street View gegeben hätte», sagte die Ministerin bei ihrem Besuch auf der Computermesse CeBIT 2010 in Hannover. «Da aber nun die Aufnahmen existieren und Google Street View sein Angebot in diesem Jahr auch in Deutschland starten will, rate ich allen Betroffenen, die Bilder sorgfältig zu prüfen und gegen eine Veröffentlichung vorzugehen, sofern sie sich hierdurch beeinträchtigt sehen», fügte sie hinzu.

Seit Februar 2005 bietet Google seinen Nutzern den Dienst «Google Map» an. Dieser ermöglicht es, Orte, Straßenbezüge oder Hotels online zu suchen, um deren Position dann auf einer Karte von der Erdoberfläche über Satelliten- und Luftbilder im Internet anzuzeigen. Derzeit ist Google in Deutschland unterwegs, um Straßenzüge für den zusätzlichen Internetdienst «Street View» zu filmen. Diese Vorgehensweise stößt bei Datenschützern auf Kritik.

(ddp)


 


 

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