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Demographischer Wandel birgt auch Chancen

Der Aufbau einer Kultur der gegenseitigen Wertschätzung zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern, zwischen Führungskräften und nur vermeintlich weniger leistenden älteren Mitarbeitern ist eines der wichtigsten Kriterien für die Zukunftssicherheit von Unternehmen angesichts der demographischen Situation in Deutschland.

Das erwies sich in allen Impulsvorträgen und auch der Plenumsdiskussion auf der ersten Veranstaltung, den das regionale Findernet kalaydo .de in Zusammenarbeit mit der deutschen medienakademie köln im Rahmen der Reihe ZUKUNFT MITTELSTAND am 16.11.2006 in Köln ausrichtete.
Unter dem Titel „Mitarbeiter werden älter: Chancen für morgen!“ setzten sich die Referenten, die rund 50 teilnehmenden Unternehmer und Personalentscheider sowie Gastgeber und Moderator Joachim Vranken auf dem 1. Unternehmerabend mit der Frage auseinander, was der demographische Wandel konkret für mittelständische Unternehmen bedeutet – und welche Chancen in einem kompetenten Umgang mit den älteren Mitarbeitern liegen.

Individuelle Betrachtung nötig: Kompensationsmodell des Alterns

Den Einstieg in die „Wertschät-zungsdebatte“ eröffnete Sibylle Adenauer vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. mit dem Hinweis auf den Perspektivwechsel Anfang der 90er Jahre vom Defizit- zum Kompensations-Modell des Alterns. Danach weicht die einseitig negative Betrachtungsweise des Alterns und Alters einer differenzierten Sichtweise. So wird nicht einfach unterstellt, dass immer ein Abbau von Qualifika-tion und Leistung stattfindet, sondern es wird ein Wandel von Fähigkeiten im Alter konstatiert:
Zwar nehmen Muskelkraft, Seh - und Hörvermögen sowie die Schnelligkeit der Bewegung, der Infoaufnahme und der -verarbeitung ab, doch bleiben Fähigkeiten, wie die Sprachkompetenz und die Konzentrationsintensität im Kurzzeitbereich hingegen unverändert. Soziale Skills, wie die Selbsteinschätzung, die Gelassenheit, die Fähigkeit, sich in die Lage anderer zu versetzen sowie Loyalität, Zuverlässsigkeit, Verantwortungs - und Pflichtgefühl steigen im Alter sogar noch an. Auch das Beurteilungsvermögen, das Qualitätsbewusstsein und natürlich das betriebsspezifische Wissen entwickeln sich positiv.
Mit klaren Zahlen und Statistiken machte Adenauer in ihrem Keynote-Vortrag „Silver Ager = Gold with Old?“ das künftig zu erwartende Ausmaß des Wandels in der Mitarbeiter-Struktur deutlich. Erkennbar wurde dabei auch, dass der demographische Wandel Firmen unterschiedlicher Branchen und in unterschiedlichen Regionen ganz verschieden stark betrifft: So gibt es in besiedlungsarmen Gegenden z.B. in den neuen Bundesländern Firmen, in denen das „neue Paradigma“ bereits eingetreten ist: Weit und breit keine Fach- und Führungskräfte, und die jungen Erwerbstätigen ziehen überwiegend in die großen Wirtschaftszentren.


 


 

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Demographischer Wandel
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