Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Bizz Tipps Personal
Weitere Artikel

Demographischer Wandel birgt auch Chancen

„Demographischer Fitness-Index“ für Unternehmen

Doch wer welche Skills im Betrieb beherrscht, wer welches Expertenwissen trägt, wie dieses Wissen vom älteren Mitarbeiter auf Nachrücker übergehen soll und wie die Altersstruktur im eigenen Unternehmen überhaupt aussieht – das wissen nur sehr die Wenigsten, führte Udo Michelbrink von Human Capital Solutions, Adecco Personaldienstleistungen, aus. Um diese Kompetenz zu testen, wurde für Unternehmen der „Demographische Fitness-Index“ untersucht. Danach ist ein Unternehmen demographisch fit, wenn es auf den demographischen Wandel so vorbereitet ist, dass sich daraus zukünftige Produktivitäts- und Wettbewerbsvorteile ergeben.
Beschäftigte länger zu halten, das bedarf der Sensibilisierung und des gegenseitigen Verständnisses. Gerade Führungskräften muss klar sein, wie wertvoll das Kapital Wissen, Erfahrung, Können und Lehre der älteren Mitarbeiter sind – doch da hapert es. Sensibilisierungsworkshops können daher ein nützliches Instrument zur Förderung von Leistung und Motivation auf Basis von Wertschätzung im Unternehmen sein.

„Anerkennung“ starker Motivationsfaktor!
Vier Lehren zog Martin Wollziefer, Geschäftsbereichsleiter Personal der koelnmesse, am Ende seines Erfahrungsberichtes „Demographie – Bisherige Erfahrungen und künftige Herausforderungen der koelnmesse“:
1. Das Thema „Demographie“ überhaupt zum Thema machen
2. Die Führungskräfte und die „jüngeren“ MitarbeiterInnen zu sensibilisieren (werden wir nicht alle älter?)
3. Sich stärker Themen des Gesundheitsmanagements zu widmen
4. Sich mehr auf Wünsche und Bedürfnisse der älteren MitarbeiterInnen einstellen.

Diese griff André Schleiter von der Bertelsmann Stiftung in seinem Vortrag „Demographiebewusstes Personalmanagement – Handlungsoptionen für Unternehmen“ auf. Dabei stellte er die Ergebnisse einer Studie vor, die sich der Thematik unter einem Perspektivwechsel nähert: „Was erwarten die Mitarbeiter eigentlich“? Und sie erwarten – wenn die Bedingungen im Unternehmen stimmen - keineswegs, dass sie ins „gelobte Land der Frühverrentung“ getragen werden. Vielmehr halten sich 94 Prozent selbst für die Erhaltung ihrer Berufsfähigkeit verantwortlich.

Doch es gibt Parameter, die Unternehmen kennen sollten, wenn sie leistungsfähige und -willige Mitarbeiter bis zum höheren (Verrentungs-)Alter haben wollen: Auf die Frage, welche Bedingungen beim jetzigen Arbeitgeber rsp. der jetzigen Arbeitsstelle gegeben sein müssten, damit sie sich eine Beschäftigung bis zum 65. Lebensjahr vorstellen könnten, wünschten sich 75 Prozent bessere Möglichkeiten zur Vereinbarung von beruflichen und privaten Verpflichtungen. 72 Prozent möchten Tätigkeiten übernehmen, die gesundheitlich weniger belastend sind, und ganze 70 Prozent wünschen sich stärkere Anerkennung ihrer Arbeitsleistung durch die Vorgesetzten!

(k.olbrisch)


 


 

kalaydo
Demographischer Wandel
Alter

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "kalaydo" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: